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Grünen-Fraktionschefin: Grundlage für Corona-Maßnahmen verlängern

23:13
10.02.2022
Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat sich für eine Verlängerung der Rechtsgrundlage für bestimmte Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Wenn Lockerungen im öffentlichen Leben griffen, «müssen sie durch grundlegende Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Masken, weiter unterstützt werden», sagte Haßelmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

«Für diesen Basisschutz brauchen wir aus unserer Sicht eine begrenzte Verlängerung der rechtlichen Grundlagen über den 19. März hinaus und eine Öffnungsperspektive in Stufen. Darüber sollten Bund und Länder auf der nächsten MPK beraten.»

Der 19. März steht im Infektionsschutzgesetz als Enddatum für Verordnungen mit den bekannten Maßnahmen von der Maskenpflicht über Abstands- und Kontaktgebote, Hygienekonzepte bis hin zum Vorzeigen von Impf-, Genesenen- oder Test-Nachweisen zur Teilnahme an Veranstaltungen oder in Restaurants. Der Bundestag könnte die Gültigkeit einmalig um drei Monate verlängern. Am Mittwoch kommen Bund und Länder erneut zu Gesprächen über die weiteren Schritte in der Pandemie zusammen.

Selbstverständlich müssten jetzt Vorbereitungen für die Zeit getroffen werden, in der die Infektionszahlen sänken und die Lage sich entspanne, sagte Haßelmann. «Bund und Länder werden sich also über eine vorsichtige stufenweise Öffnung verständigen müssen.» Aber Vorsicht sei weiterhin geboten.

Auch der Städte- und Gemeindebund plädiert dafür, grundlegende Maßnahmen vorerst beizubehalten. «Es spricht vieles dafür, die Abstandsgebote und die Maskenpflicht aus Vorsichtsgründen noch so lange aufrechtzuerhalten, bis mit Sicherheit feststeht, dass die Welle tatsächlich abebbt und sich nicht wieder aufbaut», sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem RND. Die übrigen Einschränkungen sollten jedoch auslaufen, «wenn die Infektionslage das tatsächlich zulässt». Die jetzt nach dem Infektionsschutzgesetz vorgesehenen Einschränkungen müssten der neuen Situation angepasst werden. Er forderte dazu von Bund und Ländern eine Exit-Strategie.

(dpa)

RKI: 420 000 Arztbesuche wegen Corona binnen einer Woche

23:03
10.02.2022
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hat es in Deutschland zuletzt binnen sieben Tagen 420 000 Arztbesuche wegen Covid-19 gegeben.

In der vergangenen Woche habe sich die Zahl entsprechender Arztbesuche im Vergleich zur Vorwoche noch deutlich gesteigert, geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Wochenbericht hervor. Seit dem Jahreswechsel stieg die Zahl der Arztbesuche demnach an, und in fast allen Altersgruppen werden die Werte voriger Corona-Wellen deutlich überschritten.

Berechnungen für die fünfte Woche des Jahres zeigen laut RKI zudem, dass etwa 1,9 bis 4,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre und 1,4 bis 2,7 Prozent der Menschen ab 15 an Covid-19 mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung erkrankten. Kalkulationen wie diese legt die Behörde seit einigen Wochen in der Publikation vor. Hintergrund ist etwa eine mutmaßlich steigende Unvollständigkeit der Meldedaten wegen begrenzter Kapazitäten von Laboren und Gesundheitsämtern.

Geschätzte Werte zu Krankenhausaufnahmen von mit Sars-CoV-2 infizierten Patientinnen und Patienten blieben dem Institut zufolge zuletzt auf konstantem Niveau, beziehungsweise stiegen sie wieder an.

Auf Intensivstationen wurden laut RKI am Mittwoch 2398 Corona-positiv getestete Patientinnen und Patienten behandelt – eine Woche zuvor waren es 2307 gewesen.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen wurden laut RKI weiterhin bei Kindern zwischen fünf und 14 Jahren erhoben. Aber auch in den höheren Altersgruppen seien die Sieben-Tage-Inzidenzen noch einmal deutlich angestiegen. «Es herrscht weiterhin ein sehr hoher Infektionsdruck in der Bevölkerung. Der Höhepunkt der fünften Welle ist noch nicht erreicht», warnten die RKI-Experten.

(dpa)

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