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Corona-Pandemie: teils negative Folgen für Alleinerziehende

14:18
08.02.2022
Die zeitweise Schließung von Schulen und Kindertagesstätten während der Corona-Pandemie hat Folgen für die Erwerbstätigkeit alleinerziehender Mütter und Familien mit Kindern gehabt. Wenn mindestens ein Kind im Haushalt unter elf Jahre alt war, stieg zwischen 2019 und dem ersten Halbjahr 2021 der Anteil nicht erwerbstätiger alleinerziehender Mütter um 4,1 Prozentpunkte auf 31,8 Prozent. In der Konsequenz gingen knapp drei von zehn Müttern keiner Arbeit nach.

Die Erwerbslosigkeit von Paaren mit mindestens einem jüngsten Kind von unter elf Jahren im Haushalt ist nach Angaben der Statistiker nicht in dem gleichen Maße gestiegen. Im ersten Halbjahr 2021 war in 3,7 Prozent aller Familien mindestens ein Elternteil arbeitslos. Im Vergleich zu 2019 sei das ein leichter Anstieg um 1,2 Prozentpunkte. Bei zwei Drittel der Familien mit einem Kind unter elf Jahren sind die Eltern demnach Doppelverdiener.

(dpa)

Mehr Zeit in Abschlussprüfungen für Abiturienten

14:18
08.02.2022
Abiturientinnen und Abiturienten im Südwesten bekommen bei den Abschlussprüfungen in diesem Schuljahr mehr Zeit. Bei schriftlichen Prüfungen mit Bearbeitungszeiten von mindestens 180 Minuten gibt es 30 Minuten obendrauf, erklärte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Das gelte etwa für die Fächer Mathematik und Deutsch. Bei kürzeren Prüfungen werden 15 Minuten draufgeschlagen.

«Die Jahrgänge, die jetzt ins Abi gehen, sind absolute Corona-Jahrgänge», sagte Schopper. Deswegen seien die Regeln für die Prüfungen - wie im vergangenen Schuljahr - angepasst worden. Schopper bekräftigte, dass wer bei den mündlichen Prüfungen «sozusagen einen Bock geschossen hat», also null Punkte erreicht hat, die Prüfung wiederholen dürfe. Bereits Mitte Januar hatte Schopper angekündigt, die harte Null-Punkte-Regel zu kippen. Die Ministerin betonte, dass wer für das Abitur zugelassen werde, bereits zwei Drittel der erforderlichen Leistungen erbracht habe. Lehrkräfte sollen außerdem mehr Prüfungsaufgaben als sonst zugeschickt bekommen, aus denen sie auswählen dürfen.

Die schriftlichen Prüfungen beginnen in Baden-Württemberg in diesem Jahr nach den Osterferien am 25. April.

Mitte vergangener Woche hatte die Regierung entschieden, dass nicht mehr ganze Klassen oder Gruppen in häusliche Isolation geschickt werden müssen, wenn es einen größeren Corona-Ausbruch gibt. «Wir haben ein Infektionsgeschehen, was tatsächlich auch entsprechend in den Schulen grassiert», erklärte Schopper. Man habe es aber sehr gut hingekriegt, dass der Präsenzunterricht gewährleistet werden könnte.

Im Südwesten gibt es rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler, von denen etwa 2 Prozent (30 300) positiv getestet wurden (Stand Montag). Unter den Lehrkräften gab es zuletzt rund 2400 registrierte Fälle. Das entspricht etwa 1,8 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer. Von den rund 4400 Schulen im Südwesten war zuletzt eine Schule geschlossen, an etwa 250 Schulen gab es nach Angaben der Ministerin ein erhöhtes Infektionsgeschehen.

(dpa)

Südwest-Einzelhändler begrüßen Wegfall der 3G-Regel

14:17
08.02.2022
Angesichts der Lockerung von Zugangsregeln im Südwesten zeigen sich die Einzelhändler erleichtert. «Wir begrüßen die Abschaffung der 3G-Regelung für den Einzelhandel in der Alarmstufe I ausdrücklich», erklärte der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg, Hermann Hutter, am Dienstag in Stuttgart. Händler könnten nun wieder alle Kundinnen und Kunden in den Geschäften begrüßen.

Bisher hatten nur Geimpfte, Genesene oder Kunden mit einem aktuellen Test Zutritt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte gesagt, die Lockerung sei pandemisch vertretbar.

Einschränkungen während der Corona-Pandemie lösten laut Verband Umsatzeinbrüche und existenzbedrohende Ertragsverluste aus. Seit Beginn der Pandemie vor rund zwei Jahren registrierten Händler einen monatlichen Umsatzverlust von durchschnittlich 29 Prozent, wie der Verband unter Berufung auf eine eigene Umfrage berichtete.

(dpa)

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