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Paarläufer Seegert zur Quarantäne: «Keine Horrorszenarien im Kopf»

07:42
06.02.2022
Der in Corona-Quarantäne sitzende Eiskunstläufer Nolan Seegert hat Schwierigkeiten mit der aufgezwungenen Bewegungslosigkeit im Zimmer seines Isolations-Hotels. «Es ist natürlich nicht gesund, dass man von 100 Prozent auf null runtergefahren wird», sagte der 29-jährige Berliner am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen in Peking der Deutschen Presse-Agentur. «Einen dazu zu zwingen, ist nicht gut.» Man hätte zumindest «einen Hofgang» einbauen sollen. Erst nach drei Tagen sei ihm in einem Raum gegenüber ein Fahrradergometer zur Verfügung gestellt worden, sagte Seegert.

Das Verständnis von Seegert, der zusammen mit Paarlauf-Partnerin Minerva Hase im Januar EM-Achter geworden war, ihn so lange ohne Trainingsmöglichkeiten zu lassen, ist gering. «Die Olympischen Spiele sind der größte sportliche Wettkampf für einen Athleten im Leben», sagte er. «Wenn man es an einer Stelle erwarten kann, dann hier.»

Was das für Folgen für den nach der Zwangspause noch eingeplanten Paarlauf-Einzelwettkampf am 18. und 19. Februar haben wird, kann er schwer einschätzen. «Es hat einen Grund, warum wir jeden Tag auf das Eis gehen», meinte Seegert zur Vorbereitung. «Wir haben seit einer Woche nicht mehr zusammen trainiert. Das ist ein großer Verlust.»

Dennoch will er alles versuchen, um auf dem olympischen Eis mit Hase trotzdem eine gute Figur zu machen. «Ich versuche es so gut wie möglich zu machen und nicht jetzt schon Horrorszenarien im Kopf zu haben», sagte er. Nicht mitwirken konnte das Duo im Teamwettbewerb.

Das Alleinsein in der Isolation habe er bisher gut überstanden, zumal es nicht die erste Quarantäne in diesem Winter gewesen ist. Ähnliches musste das Duo unter anderem auch beim Grand Prix in Japan überstehen. «Wir Sportler haben uns weder China noch Corona ausgesucht», sagte Seegert. «Jeder wusste aber, dass es Corona-Spiele werden würden.» Deshalb sei die Enttäuschung, nach dem positiven Test nichts mehr von Olympia mitbekommen zu haben, nicht allzu groß: «Es besteht ja auch noch die Chance, dass es noch gut werden wird.»

Ein sportliches Olympia-Ziel hätten sie sich ohnehin nicht gesetzt. «Wir sind realistisch und wissen, dass wir nicht um die Medaillen mitlaufen. Für uns geht es darum, zwei gute Leistungen auf das Eis zu bringen», sagte Seegert. «Erstes Ziel ist, aus der Quarantäne rauszukommen, was hoffentlich nicht mehr so weit entfernt ist.»

(dpa)

Australisches Curling-Duo darf nach positivem Corona-Test antreten

07:41
06.02.2022
Die Australier Tahli Gill und Dean Hewitt haben nach langem Hin und Her wegen eines positiven Corona-Tests bei Gill nun doch die Genehmigung zum Start bei ihren letzten Spielen im olympischen Curling-Wettbewerb bekommen. Kurz nachdem die zuständige medizinische Kommission die Erlaubnis erteilt hatte, trat das Mixed-Doppel am Sonntag gegen die Schweiz an und feierte mit einem 9:6 seinen ersten Sieg nach zuvor sieben Niederlagen. Letzter Gegner in Peking war am Abend dann das Team aus Kanada.

Das Nationale Olympische Komitee Australiens hatte zunächst erklärt, das Duo solle so schnell wie möglich abreisen, damit die vor Olympia mit dem Virus infizierte Gill das Quarantäne-Hotel verlassen kann, in das sie sich begeben musste. Die medizinische Kommission habe jedoch mitgeteilt, dass sich ihr CT-Wert nach einem PCR-Test in einem akzeptablen Bereich bewege. Der Wert dient als Indiz für die mögliche Ansteckungsgefahr durch eine Person.

Die Organisatoren hatten am Sonntag mitgeteilt, dass zehn weitere Beteiligte an den Winterspielen positiv getestet worden seien, darunter sechs Athleten oder Teammitglieder. Insgesamt hatte es am Vortag mehr als 72 000 Corona-Tests gegeben. Damit beträgt die seit dem 23. Januar registrierte Zahl von Fällen nun 363.

(dpa)

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