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Zwei Jahre Corona: Friseurhandwerk weiter hart getroffen

07:41
06.02.2022
Auch zwei Jahre nach dem Ausbruch der Pandemie fürchten Friseure angesichts der andauernden Corona-Beschränkungen um ihre Existenz. «Wir haben nach wie vor zwischen 20 bis 40 Prozent weniger Umsätze», sagte die Präsidentin des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Auflage, einen Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten, könnten die Salons nicht zu 100 Prozent ausgelastet werden. Da diese Regelungen bundeseinheitlich seien, gebe es keine großen regionalen Unterschiede. «Unser Handwerk ist hart getroffen», sagte Härtelt-Dören.

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatte die Branche die hygienischen Schutzmaßnahmen hochgefahren. «Das ist anhaltend bis zum heutigen Tag», sagte Härtelt-Dören, die selber einen Betrieb in Göttingen führt.

Der Arbeitsmarkt sei stabil geblieben. «Man hat alles versucht, auch in der Pandemie die Mitarbeiter zu halten.» Ein genereller Arbeitskräftemangel habe jedoch bereits vor dem Ausbruch der Pandemie existiert, sagte die Unternehmerin. Probleme gebe es beim Nachwuchs. «Vergangens Jahr gab es 10 bis 20 Prozent weniger Auszubildende im ersten Jahr», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Jörg Müller. Nach Angaben des Verbands gibt es rund 80 000 Salons mit 240 000 Beschäftigten in Deutschland. Die Zahl blieb in der Krise konstant. Mit Insolvenzen werde erst in den Folgejahren der Pandemie gerechnet, sagte Müller.

Hinsichtlich der Kunden hat sich den Angaben nach nichts geändert. «Die Kunden kommen auch nach wie vor zu uns, nur die Besuchshäufigkeit ist etwas rückläufig», erklärte Härtelt-Dören. Oft würden die Kunden sogar lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Friseurmeisterin appellierte an die Politik: «Wir brauchen eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen.» Dies müsse branchenspezifisch erfolgen, damit man den Betrieben im Friseurhandwerk helfen könne. Außerdem «wäre es toll», wenn die Politik beispielsweise die Mehrwertsteuer senken oder die Ausbildungsbetriebe entlasten würde. Für das laufende Jahr hoffe sie nun auf das Ende der Pandemie und eine damit verbundene Aufhebung der Beschränkungen.

(dpa)

DOSB: Quarantäne-Situation für Team-D-Athleten «definitiv verbessert»

07:40
06.02.2022
Für die drei deutschen Athleten in den olympischen Quarantäne-Unterkünften ist nach vehementer Kritik des Deutschen Olympischen Sportbundes die Lage deutlich verbessert worden. Dies teilte der DOSB am Sonntag mit. Der Nordische Kombinierer und Olympiasieger Eric Frenzel habe innerhalb seines Quarantäne-Hotels in ein größeres Zimmer mit deutlich verbessertem Standard umziehen können. Sein Teamkollege Terence Weber sei aus der Selbstisolation im Mannschaftshotel in ein weiteres Quarantänehotel in Zhangjiakou mit ebenfalls ordentlichen Bedingungen verlegt worden, hieß es.

«Die Lage hat sich definitiv verbessert, das ist jetzt wirklich zufriedenstellend», sagte Hermann Weinbuch, Bundestrainer der Nordischen Kombinierer.

Auch die Bedingungen für Eiskunstläufer Nolan Seegert bei den Winterspielen in China hätten verbessert werden können. Der Paarläufer konnte in ein größeres Zimmer in dem Pekinger Quarantäne-Hotel umziehen und hat nun Zugang zu einem Fahrrad-Ergometer.

Die gemeinsamen und intensiven Bemühungen hätten «zu einer spürbaren Verbesserung der Bedingungen von Eric, Terence und Nolan geführt», sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig. «Dies ist in einer für die drei Athleten ohnehin sehr belastenden Quarantänephase ein wichtiges Signal der Unterstützung.»

(dpa)

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