Letztes Update:
20220206074058

IOC «sehr unglücklich» über Zustände in Frenzel-Quarantäne

07:40
06.02.2022
Nach der harschen Kritik des deutschen Teams an den Bedingungen für Athleten in den Quarantänehotels bei den Winterspielen in Peking haben die Organisatoren Verbesserungen zugesichert. «Wir müssen diese Dinge adressieren. Das ist unsere Pflicht und Verantwortung», sagte Christophe Dubi, Olympia-Direktor des Internationalen Olympischen Komitees, am Sonntag. Es sei «sehr unglücklich», dass ein corona-infizierter Sportler keine guten Bedingungen in den Isolationseinrichtungen vorgefunden hätte.

Der deutsche Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig hatte vor allem die Umstände in der Quarantäne beim Nordischen Kombinierer Eric Frenzel als «unzumutbar» bezeichnet. Frenzel war am Donnerstag bei seiner Ankunft positiv getestet worden und hatte nach Nachtests am Freitag in ein Isolationshotel umziehen müssen. Dubi räumte ein: «Die Bedingungen an diesem Abend waren nicht gut genug. Das darf nicht passieren. Wir wollen sicherstellen, dass es nicht so ist.»

Der IOC-Spitzenfunktionär versicherte aber, dass man bei Essen, Internetzugang, Zimmergröße und der Bereitstellung von Trainingsgeräten bereits «viele Verbesserungen» erreicht habe. Auch die Vizepräsidentin des Organisationskomitees, Han Zirong, beteuerte, man werde sich um den Fall kümmern. «Wir schenken diesen Themen große Aufmerksamkeit und wollen sie schnell lösen.»

Laut Zhao Weidong, Sprecher des Organisationskomitees, gebe man isolierten Sportlern inzwischen die Möglichkeit, sich Essen von der Speisekarte des olympischen Dorfes zu bestellen. Diese Gerichte würden den betroffenen Athletinnen und Athleten dann in ihre Quarantäne-Unterkunft geliefert.

(dpa)

RKI registriert 133 173 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1400,8

07:39
06.02.2022
Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1400 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1400,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1388,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1156,8 (Vormonat: 285,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133 173 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 118 970 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 41 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 59 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 11 022 590 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 5,45 an (Donnerstag: 5,00). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 8 058 100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 118 717.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden