Letztes Update:
20211217130545

Lauterbach erwartet massive fünfte Corona-Welle

12:00
17.12.2021
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine massive fünfte Corona-Welle durch die neue Omikron-Variante. «Ich gehe von einer massiven fünften Welle aus», sagte Lauterbach am Freitag in Hannover. «Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht verhindern können, eine massive Herausforderung wird für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze.»

Lauterbach sagte: «Wir müssen uns hier auf eine Herausforderung einstellen, die wir in dieser Form noch nicht gehabt haben.» So übertreffe das, was in Großbritannien derzeit beobachtet werde, alles, was in der Pandemie bisher beobachtet worden sei, sagte Lauterbach unter Berufung auf Gespräche mit britischen Expertinnen und Experten.

Lauterbach sagte: «Da würde auch ein etwas milderer Verlauf keinen Unterschied machen.» Die Zahl der Sterbefälle könne durch einen abgemilderten Verlauf des Infektionsgeschehens für zwei bis drei Wochen geringer gehalten werden. Aber das Wachstum der Infektionen würde diesen Vorteil zunichte machen.

Der Minister sagte: «Wir sind an einem Schlüsselpunkt der Pandemie.» Die nun wichtige offensive Booster-Kampagne - also die Kampagne für möglichst viele Auffrischimpfungen - könne mit verfügbarem Moderna-Impfstoff vorgenommen werden. Er rief Ärzte und Impfzentren auf, das Präparat breit einzusetzen.

Mit Blick auf die Weihnachtstage appellierte Lauterbach an alle Bürgerinnen und Bürger, bei Reisen nach dem Grundsatz vorzugehen: «Wir schützen uns gegenseitig.» Jeder sollte sich vorher testen lassen oder zumindest selbst testen - bevorzugt mehrfach. Der Minister machte deutlich, dass vor allem für Menschen ohne Booster-Impfung besondere Vorsicht geboten sei.

(dpa)

Bund hält an 2G-Regel für Einzelhandel fest

12:01
17.12.2021
Die Bundesregierung hält auch nach einem gegenteiligen Gerichtsurteil in Niedersachsen an speziellen Corona-Auflagen für den Einzelhandel fest. Man halte die Zugangsregel nur für Geimpfte und Genesene (2G) weiterhin für sinnvoll, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung sei auch überzeugt, dass das Infektionsschutzgesetz in dieser Angelegenheit klar sei und einen guten Rahmen bilde.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hatte am Donnerstag die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt, die Bund und Länder Anfang Dezember bundesweit vereinbart hatten. Der Handelsverband protestiert gegen die Regelung, bei mehreren Gerichten sind auch schon Klagen eingegangen. In Schleswig-Holstein war ein Eilantrag gegen die 2G-Regel aber vom zuständigen Gericht abgelehnt worden. Dort verwiesen die Richter auf die neue, ansteckendere Virusvariante Omikron.

Mit Blick auf ein mögliches erneutes Bund-Länder-Treffen noch vor Weihnachten sagte Hebestreit, Kanzler Olaf Scholz (SPD) halte eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz vorerst nicht für zwingend. Falls die Länder eine solche Beratung wollten, müsste man dies diskutieren.

(dpa)

Handelsverband befürchtet weitere Einbußen am vierten Adventssamstag

11:59
17.12.2021
Der Handelsverband Baden-Württemberg blickt mit wenig Euphorie auf das Wochenende und befürchtet weitere Einbußen. «Die Erwartungen an den vierten Adventssamstag sind äußerst verhalten», sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Nachdem die vergangenen Wochenenden schon enttäuschend gewesen seien, gehe die Mehrzahl der Händlerinnen und Händler von einem weiteren Rückgang der Passantenfrequenz und des Umsatzes an diesem Wochenende aus.

Hagmann hatte nach dem dritten Adventssamstag gesagt: «Ein Weihnachtsgeschäft, wie wir es gewohnt sind, findet in diesem Jahr praktisch nicht statt.» Sie hatte dies mit der flächendeckenden 2G-Regelung im Handel begründet. Die Kontrollen in jedem Laden führten dazu, dass die Leute auf den vorweihnachtlichen Einkaufsbummel verzichten. Mehr als die Hälfte der Händlerinnen und Händler hatten den dritten Adventssamstag laut einer Umfrage des Handelsverbands in Bezug auf Umsatz und Kundenfrequenz als mangelhaft oder ungenügend bezeichnet.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden