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GEW: Regierung Kretschmann riskiert neue Schul- und Kitaschließungen

12:55
19.11.2021
Die grün-schwarze Landesregierung riskiert aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit einer zögerlichen Impfpolitik erneute Schließungen von Schulen und Kitas. «Die Regierung Kretschmann behauptet in Sonntagsreden, dass Kitas und Schulen offenbleiben. Das wird nicht funktionieren, wenn sie weiter so halbherzig handelt», sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Freitag. Sie fordert schnelle flächendeckende Angebote für Booster-Impfungen von Lehrkräften und Kita-Beschäftigte. «Warum steht nicht jede Woche zumindest in den großen Schulzentren im Land ein mobiles Impfteam?», fragte Stein.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha (beide Grüne) dächten zwar laut über eine Impfpflicht für Lehrkräfte nach. «Offenbar wollen sie davon ablenken, dass sie nicht einmal in der Lage sind, ausreichend Impfangebote für Booster-Impfungen für pädagogische Profis anzubieten, die derzeit wochenlang auf Termine warten und gleichzeitig jeden Tag mit den weitgehend umgeimpften Kindern und Jugendlichen in den Kitas und in den Klassenzimmern arbeiten», beklagte Stein. «Die Regierung Kretschmann impft im Schneckentempo und riskiert so erneut Kita- und Schulschließungen.»

(dpa)

Belgien und Großteil der Niederlande werden Corona-Hochrisikogebiete

12:16
19.11.2021
Die Bundesregierung stuft Belgien und den Großteil der Niederlande wegen stark steigender Infektionszahlen von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt. Auch das bei Urlaubern beliebte Griechenland sowie Irland fallen nun in diese Kategorie. Im Fall der Niederlande sind die Überseegebiete Aruba, Curacao und Sint Maarten ausgenommen.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen werden am Sonntag: Französisch Guayana, Neukaledonien, Costa Rica, Guatemala, Guayana und Suriname. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

In der Europäischen Union hatte es im Spätsommer zwischenzeitlich gar keine Corona-Hochrisikogebiete gegeben. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Die Corona-Lage in Belgien hatte sich zuletzt erheblich zugespitzt. Am Mittwoch verschärfte die Regierung Corona-Auflagen, um einen vollen Lockdown zu verhindern. Nach jüngsten Daten wurden innerhalb von 14 Tagen 1286 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gezählt - ein Zuwachs von 61 Prozent. Die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus kommen, stieg zuletzt um 52 Prozent. Auch die Intensivstationen werden immer voller. 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft.

(dpa)

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