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«Besser spät als nie» - Breites Bündnis fordert mehr Impf-Tempo

12:58
19.11.2021
Angesichts der dramatischen Corona-Lage haben Krankenhausträger und Ärzteschaft gefordert, alle Kräfte für eine Intensivierung der Impfkampagne zu mobilisieren. «Wir müssen, um noch mehr Geschwindigkeit aufzunehmen, glaube ich, die Basis verbreitern, an der geimpft werden kann», sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, am Freitag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Marburger Bund und Spitzenverbänden der Fachärzte, Leitenden Krankenhausärzte und Krankenhausdirektoren.

Ärzteschaft und Krankenhausträger appellierten an die Politik, Bedingungen für eine unbürokratische und barrierearme Impfkampagne sowie niedrigschwellige Impfangebote zu schaffen. Insofern Krankenhäuser unter anderem bei der Terminvergabe und Dokumentation der Impfungen unterstützt würden, seien auch die Kliniken bereit zu helfen, hieß es. Auch die niedergelassenen Hausarzt- und Fachärzte wollen sich demnach intensiv in die Impfkampagne einbringen.

Vor allem Impfwerbung und -aufklärung müssten massiv ausgeweitet werden, um noch unentschlossene oder besorgte Menschen zu erreichen. Es brauche unter anderem eine breit angelegte Informationskampagne zur Notwendigkeit und Wirkweise von Impfungen. «Laienverständliche, mehrsprachige Informationen über Auffrischungsimpfungen in Hörfunk- und TV-Spots, in Social-Media Postings sowie in individuellen Versichertenanschreiben der Krankenkassen» könnten Wissenslücken schließen und gezielt verbreitete Fake-News richtigstellen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Ärzteschaft und Krankenhausträger sind überzeugt, dass beim Impfen noch vieles erreicht werden könne. «Besser spät als nie», sagte der Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren (VDK), Josef Düllings. «Wir müssen jetzt anpacken und den Schaden so gering wie möglich halten.»

(dpa)

Bayern verschärft Corona-Maßnahmen: Bars zu, keine Weihnachtsmärkte

12:57
19.11.2021
Wegen der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie verschärft Bayern seine Maßnahmen drastisch. Alle Clubs, Diskotheken und Bars sollen für die nächsten drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte soll es in diesem Jahr nicht geben, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen seiner Koalition in München ankündigte. Kultur- und Sportveranstaltungen werden nur noch mit einer Auslastung von maximal 25 Prozent an Zuschauern und 2G-plus-Regel erlaubt.

(dpa)

Sondersitzung des Landtags zur Corona-Politik am Mittwoch

12:56
19.11.2021
Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern für eine schärfere Corona-Politik trifft sich der Landtag am kommenden Mittwoch (10.00 Uhr) zu einer Sondersitzung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus der grün-schwarzen Koalition in Stuttgart. Die SPD-Fraktion hatte schon Anfang der Woche auf eine schnelle Befassung des Parlaments mit den Maßnahmen gegen die rasant steigenden Infektionszahlen gedrungen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Donnerstagabend nach dem Bund-Länder-Treffen weitere Verschärfungen angekündigt. So werde es eine Obergrenze für Veranstaltungen geben. Darüber hinaus stünden Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Hotspots im Raum, wenn sich die Lage nicht schnell verbessere. In Bars und Clubs gelte künftig die Regel 2G plus. Das heißt, dass Geimpfte und Genesene einen Schnelltest vorweisen müssen.

(dpa)

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