Letztes Update:
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Mann in Karlsruher Klinikum starb an Lungenentzündung

11:37
19.11.2021
Der wegen seines Impfstatus angeblich nicht behandelte Patient im Klinikum Karlsruhe starb an Atemversagen bei schwerer Lungenentzündung. Dieses vorläufige Ergebnis der Obduktion teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag auf Anfrage mit. Der Mann hatte demnach einen positiven Corona-Schnelltest. Zunächst hatte der SWR darüber berichtet.

Die Behörde führt derzeit ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren. Der angeblich ungeimpfte Patient soll Vorwürfen zufolge wegen seines Impfstatus nicht versorgt worden und deshalb gestorben sein. Mehrere Anzeigen waren bei der Polizei eingegangen. Zuvor war ein Video aufgetaucht, das den Mann auf dem Boden liegend in einem Zimmer der Klinik zeigen soll.

Die Echtheit des Videos wird überprüft, weitere Details wurden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilt. Unklar ist unter anderem, mit welchen Beschwerden der Mann ins Krankenhaus kam und ob er eine Behandlung möglicherweise abgelehnt hatte. Per Pressemitteilung hatte die Klinik die Vorwürfe Anfang der Woche entschieden zurückgewiesen und ihrerseits Strafanzeige gestellt.

(dpa/lsw)

Spahn rechnet mit Entscheidung über Kinder-Impfstoff in einer Woche

11:25
19.11.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet Ende der kommenden Woche mit einer Zulassungsentscheidung für einen Corona-Impfstoff für Kinder und mit ersten Auslieferungen kurz vor Weihnachten. Der CDU-Politiker sagte am Freitag in Berlin, er gehe davon aus, dass es bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA «am 25./26.11. zu der Zulassungsentscheidung für den Impfstoff für 5- bis 11-Jährige kommt». Da es sich beim Kinder-Impfstoff um eine geringere Dosierung handele, müssten von Biontech/Pfizer erst andere Fläschchen produziert und geliefert werden. Alle EU-Staaten würden nach derzeitigem Stand um den 20. Dezember herum die erste Lieferung bekommen. Bisher sind Corona-Impfstoffe in der EU erst ab zwölf Jahren zugelassen.

Spahn rechnet damit, dass Deutschland in der Erstlieferung gut zwei Millionen Dosen erhalten wird. Damit werde man bei rund 4,5 Millionen Kindern in dieser Altersklasse die Erstnachfrage gut beantworten können. Der geschäftsführende Minister verwies auch darauf, dass nach einer Zulassung auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) allen 5- bis 11-Jährigen die Impfung ermöglicht werden solle. «Es wird eine Stiko-Empfehlung geben. Ich weiß nicht, wie die aussieht.» Aber in dem Moment, wo es einen zugelassenen Impfstoff gebe, solle es wie bei allen anderen zugelassenen Impfstoffen möglich sein, nach individueller Entscheidung und Besprechung mit dem Arzt zu impfen. «Und wenn dann noch eine Empfehlung hinzutritt, umso besser.»

(dpa)

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