Letztes Update:
20211116154400

Starker Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Belgien

13:50
16.11.2021
Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Belgien steigt stark. Zuletzt wurden 1086,5 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen registriert, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano vom Dienstag hervorging. Dies entspreche einem Zuwachs um 38 Prozent. In den vergangenen 14 Tagen wurden im Schnitt täglich 208,8 Menschen wegen einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht - ein Zuwachs um 57 Prozent.

Nach offiziellen Angaben sind in Belgien 75 Prozent der Gesamtbevölkerung komplett geimpft. Dennoch steigen die Infektionszahlen seit Wochen. Deshalb könnten am Mittwoch neue Corona-Einschränkungen beschlossen werden.

(dpa)

Dramatische Corona-Lage in Salzburg

13:31
16.11.2021
Die Krankenhaus-Versorgung im österreichischen Bundesland Salzburg steht wegen angespannten Corona-Lage auf der Kippe. Die Salzburger Landeskliniken gaben am Dienstag bekannt, dass ein Triage-Team zusammengestellt werde, weil die Behandlung aller Patienten nach geltenden Standards schon bald nicht mehr garantiert werden könne. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Laut dem Sprecher der Kliniken soll das Team künftig darüber beraten, wer noch intensivmedizinisch behandelt werden kann und wer nicht.

Salzburg verzeichnet derzeit mit mehr als 1500 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern die höchste Sieben-Tage-Inzidenz unter den österreichischen Bundesländern. Knapp dahinter folgt Oberösterreich mit einem Wert von mehr als 1400. Österreichs Intensivmediziner forderten deshalb am Dienstag einen kurzen Lockdown für die Gesamtbevölkerung in diesen zwei Regionen. Die Situation sei «sehr, sehr angespannt», sagte Walter Hasibeder, der Präsident des Berufsverbandes ÖGARI.

Die konservative ÖVP von Bundeskanzler Alexander Schallenberg hat sich in den vergangenen Tagen vehement gegen Vorstoß von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) gestellt, bundesweit nächtliche Ausgangsbeschränkungen einzuführen. Stattdessen setzt die konservative Kanzlerpartei auf den Lockdown für Ungeimpfte, der seit Montag in Österreich in Kraft ist. Mückstein will am Mittwoch die Lage neu bewerten.

In Reaktion auf den Hilferuf des Klinikbetreibers mit seinen vier Krankenhäusern kündigte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) Entlastungsmaßnahmen an. Unter anderem sollen manche Corona-Patienten in Zentren für medizinische Rehabilitation untergebracht werden.

(dpa)

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