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20211116133145

Studie: Schweden war Exporteur des Coronavirus

13:27
16.11.2021
Schwedens zurückhaltende Corona-Strategie hat einer Studie zufolge dazu beigetragen, dass das Virus in andere Länder getragen werden konnte. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Uppsala in Schweden, des Norwegischen Instituts für öffentliche Gesundheit und der Universität Sydney in Australien. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «Eurosurveillance» veröffentlicht.

«Schweden war im ersten Jahr der Pandemie ein Nettoexporteur des Sars-CoV-2-Virus in unsere nordischen Nachbarländer», sagte John Pettersson von der Universität in Uppsala am Dienstag dem schwedischen TV-Sender SVT. Das Land hatte zu Beginn im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern kaum Maßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung des Virus zu stoppen. Die Folge waren hohe Ansteckungszahlen, die letztendlich auch die Mutation des Virus begünstigten.

Der Studie zugrunde liegt die Analyse von 71 000 Patientenproben, anhand derer eine Art genetischer Stammbaum für die Ausbreitung des Virus in den nordischen Ländern erstellt werden konnte. Es stellte sich heraus, dass Infektionsketten mit Ursprung in Schweden in mehreren hundert Fällen die Landesgrenzen überschritten.

«Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schwedens Eindämmungsstrategie einen Einfluss auf die epidemiologische Situation im Land und in der gesamten nordischen Region hatte», heißt es in der Studie. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass Schweden - wie auch Dänemark - ein Transitland sei.

(dpa)

Griechische Gastro fordert Coronahilfen und schließt für einen Tag

13:18
16.11.2021
In Griechenland haben am Dienstag viele Cafés, Tavernen und Restaurants ihre Läden geschlossen gehalten. Sie fordern staatliche Unterstützung wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen. Bekannte Vergnügungsviertel wie die bei Touristen beliebte Altstadt am Fuße der Akropolis waren wie ausgestorben. Stattdessen demonstrierten Hunderte Wirte in den Städten Athen, Patras und Thessaloniki. Die Branche fordert unter anderem einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz sowie Zuschüsse zu Mieten, Energie- und Arbeitskosten. Das stößt nicht überall auf Verständnis.

«Im vergangenen Corona-Winter haben wir der Gastronomie wegen des Lockdowns mit rund 700 Millionen Euro unter die Arme gegriffen - keine andere Branche hat derart viel Hilfe erhalten», sagte Arbeitsminister Kostis Chatzidakis am Morgen dem Fernsehsender Skai. Nun gebe es immerhin keinen Lockdown, aber eben landesweit 3G - Gäste müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

Darunter leidet die Gastronomie. «Wir baden die Impfstrategie der Regierung aus, wir müssen Impfnachweise kontrollieren, als seien wir die Polizei», sagte Soula Sotiriou, Inhaberin der Altstadttaverne «Zorbas» der dpa am Dienstag. Manche Gäste reagierten wütend auf die Kontrollen, es sei insgesamt sehr unangenehm.

Arbeitsminister Chatzidakis verspricht nun, mögliche Hilfen zu prüfen - eine Rücknahme der 3G-Regel werde es jedoch nicht geben.

(dpa)

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