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20211001130815

Indien: Größter Impfstoffhersteller will Vakzine wieder exportieren

13:07
01.10.2021
Ein knappes halbes Jahr nach dem von der indischen Regierung verfügten Exportstopp will der weltweit größte Impfstoffhersteller ab diesem Monat wieder Corona-Vakzine an arme Länder liefern. Der Chef des in Indien ansässigen Serum Institutes, Adar Poonawalla, sagte der britischen Zeitung «The Telegraph» (Print: Freitag), seine Firma plane bis Ende des kommenden Jahres mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoff-Dosen im Rahmen des UN-Impfstoffprogramms Covax zu exportieren. Zunächst solle wenig exportiert werden und dann ab 2022 wieder größere Mengen. Diese Lieferungen hätten für ihn Priorität vor bilateralen Verträgen mit einzelnen Staaten.

Das Serum Institute stellt Astrazeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield her und war Anfang des Jahres als einer der Hauptlieferanten für Covax vorgesehen. Die Firma lieferte dann auch Millionen Dosen an das Programm und an weitere vorwiegend ärmere Länder. Angesichts einer heftigen zweiten Welle in Indien im Zusammenhang mit der Delta-Variante im April und Mai hatte die indische Regierung aber einen Exportstopp für Corona-Impfstoffe verhängt. Inzwischen sind die Corona-Zahlen in Indien jedoch seit Juni auf relativ tiefem Niveau stabil. Derzeit hat etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Impfdose erhalten.

Bald dürften die Produktionskapazitäten des Serum Institutes noch zusätzlich steigen - mit dem Bau einer neuer Produktionsstätte, um den in Russland entwickelten Impfstoff Sputnik V herzustellen. Diesen will Poonawalla nach eigenen Angaben ab Dezember produzieren. Die Firma habe sich auch für eine Lizenz beworben, um den Impfstoff Novavax an Covax zu exportieren.

(dpa)

Saarland macht sich locker: Viele Corona-Einschränkungen fallen weg

12:28
01.10.2021
Volle Kinosäle, Tanzen in Clubs und Restaurantbesuche ohne Maske und ohne Abstand: All das ist seit Freitag im Saarland wieder möglich. Nach einer neuen Verordnung der Landesregierung fallen praktisch alle Einschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) weg. Auch am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen gibt es keine Maskenpflicht mehr, wenn alle einen 3G-Nachweis vorlegen. Mit dem neuen «Saarland-Modell Plus» werde «das nächste Kapitel im Umgang mit Corona» aufgeschlagen, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gesagt.

Laut neuer Verordnung sind im Saarland zudem private Kontaktbeschränkungen aufgehoben, Quadratmetervorgaben für zugelassene Besucher und Kunden entfallen. Und: Gästezahlen sind nicht mehr beschränkt. Damit soll in Clubs, Diskotheken und Restaurants auch im Innenraum ein wirtschaftlicher Betrieb wieder möglich werden. Im ÖPNV aber muss weiterhin eine Maske getragen werden, ebenso im Einzelhandel - wenn die Betreiber dort die 3G-Nachweise nicht kontrollieren können. Die neue Freiheit gilt zunächst für 14 Tage.

Hans sagte, das Modell bleibe «eine flexible Steuerungsstrategie». «Sollte sich die Infektionslage deutlich verschlechtern und es die Situation in den Krankenhäusern erfordern, werden wir nicht zögern, das Modell entsprechend anzupassen.»

(dpa)

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