Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat vor einem voreiligen Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Schulen gewarnt. Es brauche nun eine klare, nachvollziehbare und transparente Exitstrategie, forderte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand am Freitag. «Wir sollten nichts übers Knie brechen, Pandemielage und Impfquote sind unverändert. Das Land muss klare und medizinisch begründbare Parameter benennen, ab wann Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer wieder auf einen Mundschutz verzichten können», sagte Brand. «Der Unterricht in Präsenz darf dabei nicht gefährdet werden.» Es brauche die «größtmögliche pädagogische Freiheit bei größtmöglichem Schutz für Kinder und Lehrkräfte».
Die baden-württembergische Regierung aus Grünen und CDU hatte diese Woche bekanntgegeben, dass sie überlegt, die Maskenpflicht im Unterricht an Schulen mit der nächsten Aktualisierung der Corona-Verordnung, die übernächste Woche ansteht, aufzuheben.
Man sei verwundert angesichts des raschen Vorgehens, sagte ein VBE-Sprecher. Es brauche einen transparenten Plan, etwa eine Orientierung an der Hospitalisierungsrate, und nicht eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.