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20211006110616

KMK-Präsidentin strebt keine Luftfilter in allen Schulen an

10:49
06.10.2021
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), hält eine Ausstattung mit Luftfiltern in allen Schulen unter Verweis auf Experten nicht für tauglich. «Wir halten uns an die Empfehlungen des Umweltbundesamtes, die eine flächendeckende Ausstattung aller Klassenzimmer mit Luftfiltern nicht für sinnvoll halten, weil wir am Lüften nicht vorbeikommen», sagte die Brandenburger Bildungsministerin der Zeitung «Prignitzer» (Mittwoch). «Wenn Schulträger in Abstimmung mit Eltern der Auffassung sind, mehr Geräte aufstellen zu wollen, steht ihnen das selbstverständlich frei.» Elterninitiativen dringen auf mehr Luftfilter gegen das Coronavirus.

Die Kultusminister der Länder beraten am Donnerstag und Freitag über den Einbau von Luftfiltern, aber auch über den Stand der Digitalisierung in den Schulen. Auf die Frage, ob der Bund mehr Schulpolitik übernehmen müsse, sagte die Bildungsministerin: «Wir freuen uns über mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik. Ich sehe aber, dass wir vor allem mit den Schulträgern, also den Kommunen, zu einer größeren Verständigung kommen müssen.» Schule ist in Deutschland Ländersache, der Bund gibt aber seit 2019 Geld für die Digitalisierung der Schulen.

Die amtierende KMK-Präsidentin ist mit dem SPD-Politiker Olaf Scholz verheiratet. Sie bekräftigte, dass sie Bildungsministerin in Brandenburg bleiben möchte, falls Scholz Kanzler wird. «Ich fühle mich weiterhin sehr wohl bei dem Gedanken, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg zu sein», sagte Ernst. «Und ich bin es gewohnt, mit einem Mann verheiratet zu sein, der ein aktiver Politiker ist. Und daran wird sich auch nichts ändern.»

(dpa)

Maskenpflicht an Schulen in NRW soll ab 2. November entfallen

10:30
06.10.2021
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in dem Bundesland ab dem 2. November in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer am Mittwoch versendeten Schulmail des NRW-Schulministeriums. Eine Maskenpflicht besteht dann nur noch im übrigen Schulgebäude. Im Außenbereich gibt es bereits heute keine Maskenpflicht mehr.

In einer Reihe von Bundesländern ist die Maskenpflicht an Schulen bereits gelockert. So traten Anfang vergangener Woche in Bayern und Berlin Lockerungen in Kraft, auch in anderen Bundesländern werden Neuregelungen erwogen. Sie fallen aber nicht einheitlich aus.

In Niedersachsen könnten weitere Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen in wenigen Wochen von dem Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht profitieren. Man werde alles daran setzen, dass die Maske bei den Jahrgängen drei und vier als nächster Schritt wegkomme, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Mittwoch in Celle. Diesen Schritt stellte der Minister für die kommende Corona-Landesverordnung in Aussicht. Die aktuelle Verordnung gilt noch bis zum 10. November. Derzeit müssen bis auf die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse alle eine Maske im Unterricht tragen.

(dpa)

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