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Neuer Höchststand bei Corona-Todeszahl in Russland

10:00
03.10.2021
In Russland spitzt sich die Corona-Lage zu. Am Sonntag meldeten die Behörden mit 890 Todesopfern innerhalb von 24 Stunden einen weiteren Höchstwert seit Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren. Schon seit Tagen weist die Statistik Negativrekorde jenseits der 800-Marke bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus auf. Der Kreml nannte die Zahlen zuletzt beunruhigend.

Laut offizieller Corona-Statistik starben insgesamt fast 210 000 Patienten mit dem Virus. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Zuletzt ist auch die Zahl der Neuinfektionen gestiegen - am Sonntag auf 25 700 neue Fälle innerhalb eines Tages. Offiziellen Angaben zufolge haben erst 50 Millionen Menschen mindestens die erste von zumeist zwei notwendigen Impfungen bekommen. Das sind 34 Prozent der Bevölkerung. 146 Millionen Menschen leben in Russland. Dort gibt es derzeit keine größeren Corona-Beschränkungen.

(dpa)

Lufthansa weiter für Corona-Impfpflicht für Flugpersonal

09:32
03.10.2021
Die Deutsche Lufthansa plädiert weiter für eine Corona-Impfpflicht für ihr Flugpersonal. Andernfalls ist nach Angaben der Airline vom Sonntag ein stabiler, weltweiter Flugbetrieb künftig nicht darstellbar. Einzelne Länder verlangten die Impfung für Piloten, Pilotinnen, Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen bereits, weitere würden folgen. «Als weltweit operierende Airline befürworten wir eine verpflichtende Impfung für unsere Crews und brauchen darüber hinaus eine Möglichkeit zur Erfassung der Impfdaten», bekräftigte Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser in der «Bild am Sonntag».

Die Lufthansa will ihr fliegendes Personal bereits seit längerem vollständig gegen Corona impfen lassen, kann dafür aber bisher nicht auf eine Impfpflicht wie bei der Schweizer Tochter Swiss setzen. Man arbeite mit den Personalvertretungen an entsprechenden Vereinbarungen, hieß es Ende August. Ein Sprecher sagte am Sonntag auf Anfrage: «Mit den Mitbestimmungsgremien sind wir im Austausch, um eine Lösung zu finden.»

Bereits seit Jahrzehnten sei der Nachweis anderer Impfungen etwa gegen Gelbfieber für Lufthansa-Crews im Langstreckeneinsatz üblich, um die Einreisevoraussetzungen vieler Ländern zu erfüllen, hieß es weiter. Für die Einsatzplanung müsse es zumindest möglich sein, die Covid-Impfdaten von Crews zu erfragen und zu erfassen.

Die Schweizer Lufthansa-Tochter hatte im August die Impfpflicht für Besatzungen eingeführt und will Kabinenpersonal kündigen, das sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt. Bis 1. Dezember müssen alle vollständig geimpft sein.

(dpa)

Petition gegen Ende der Maskenpflicht an Berliner Schulen

09:09
03.10.2021
Vor dem Ende der Maskenpflicht im Unterricht an Berliner Grundschulen haben mehr als 1000 Menschen eine Petition gegen die Neuregelung unterschrieben. «Die Maske ist im Vergleich zu möglichen Schäden durch eine Infektion nur ein kleines Übel. In der Schule sind unsere Kinder unter 12 durch nichts anderes geschützt», sagte Initiatorin Julia A. Noack der Deutschen Presse-Agentur. Abstände seien quasi nicht einzuhalten, Dutzende Kinder säßen stundenlang gemeinsam in den Räumen. «Ohne Maske wird das eine Durchseuchung mit Ansage», kritisierte sie.

In Berliner Schulen wird von diesem Montag an die Maskenpflicht für Kinder bis zur sechsten Klasse aufgehoben. Auch andere Bundesländer wie beispielsweise Bayern oder das Saarland gehen ähnliche Schritte - andere erwägen diese. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen begrüßt.

Die Behauptung, Covid-19 sei für Kinder harmlos, sei so nicht haltbar, sagte Noack. «Was nicht richtig kommuniziert wird: Es gibt diese schweren Verläufe. Sie sind zwar seltener, zum Glück, aber dennoch gibt es sie», betonte sie. «Und vor allen Dingen können auch bei milden Verläufen nachweisbare gesundheitliche Folgeschäden auftreten, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist.»

(dpa)

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