Letztes Update:
20211020110257

Polizei ermittelt gegen Paar wegen gefälschten Impf-Nachweisen

11:02
20.10.2021
Die Polizei ermittelt gegen ein Ehepaar, das mutmaßlich gefälschte Nachweise von Corona-Impfungen in einer Ludwigsburger Apotheke digitalisieren lassen wollte. Die Beamten teilten am Mittwoch mit, einer Mitarbeiterin der Apotheke sei am Abend zuvor aufgefallen, dass die Stempel in den vorgezeigten Impfbüchern Fälschungen seien. Die Polizei wirft der 25 Jahre alten Frau und ihrem ein Jahr jüngeren Ehemann nun Urkundenfälschung vor.

(dpa)

Spahn appelliert an Ampel-Parteien sich bei Corona zu verständigen

09:53
20.10.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es auch bei einem möglichen Auslaufen des bundesweiten Corona-Ausnahmezustands Ende November für «unbedingt erforderlich», dass bestimmte Corona-Schutzmaßnahmen regional und auf Landesebene weiter angeordnet werden können. Das geht aus einem auf den 15. Oktober datierten Brief des Ministers an die Partei- und Fraktionschefs von SPD, Grünen und FDP hervor. «Bild» hatte zuvor über das Schreiben berichtet. Es liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

In dem mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) abgesprochenen Brief an die Spitzen der voraussichtlichen Ampel-Koalition weist Spahn auf zwei Möglichkeiten hin, wie dies rechtlich umgesetzt werden könnte. Entweder könnte Paragraf 28a des Infektionsschutzgesetzes, in dem die bekannten Corona-Maßnahmen aufgelistet werden, so geändert werden, dass die Maßnahmen nicht mehr an das Bestehen einer bundesweiten «epidemischen Lage nationaler Tragweite» geknüpft werden. Damit hätten die Landesregierungen freie Hand, ihre Corona-Verordnungen wie bisher regelmäßig fortzuschreiben.

Alternativ könnten die Bundesländer aber auch über ihre Landesparlamente die weitere Anwendbarkeit dieses Paragrafen und damit der Maßnahmen feststellen lassen - das wäre dann eine Art «epidemische Lage» auf Landesebene, damit Masken, 3G oder andere Maßnahmen weiter angeordnet werden können. Diese Möglichkeit sieht das Infektionsschutzgesetz ausdrücklich vor.

«Als Bundesminister für Gesundheit rege ich im Sinne der weiteren Pandemiebewältigung eine Verständigung auf das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit zwischen den Parteien an, die aktuell eine Regierungskoalition verhandeln», heißt es in dem Schreiben. Spahn selbst hatte sich dafür ausgesprochen, den Corona-Ausnahmezustand auf Bundesebene über den 25. November hinaus nicht noch einmal zu verlängern.

(dpa)

Stiko-Chef Mertens: Ende vieler Corona-Regeln Mitte 2022 möglich

09:51
20.10.2021
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, geht davon aus, dass die meisten Corona-Einschränkungen Mitte des Jahres 2022 aufgehoben werden können. «Ich bin guter Hoffnung, dass wir Mitte des Jahres normal werden leben könnten», sagte Mertens am Mittwoch am Rande des Bodensee Business Forums der «Schwäbischen Zeitung» in Friedrichshafen. Das bedeute, «dass wir uns im alltäglichen Leben normal bewegen können».

Voraussetzung dafür sei vor allem ein guter Schutz von Menschen mit einem hohen Risiko schwerer Covid-19-Erkrankungen, betonte der Virologe. «Das haben wir sehr gut erreicht in Deutschland. Es gibt bei uns kein Massensterben in dieser Gruppe.» Vor allem die anfängliche Priorisierung von Risikogruppen bei der Corona-Impfung sei dabei «ein durchschlagender Erfolg» gewesen.

(dpa)

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