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Neue Corona-Regeln in Italien: Große Sorgen im Güterverkehr

14:00
13.10.2021
In Italien wächst vor der geplanten Ausweitung des Corona-Passes auf die Arbeitswelt ab Freitag die Sorge vor Konsequenzen für die Wirtschaft. Vor allem Beschäftigte im Güterverkehr könnten dabei zum Problem werden. Medienberichten zufolge drohten die Arbeiter im wichtigen Hafen der norditalienischen Stadt Triest mit einer Blockade, sollte die Regierung in Rom nicht die Nachweispflicht für Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test fallen lassen.

Massimiliano Fedriga, der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, in der Triest liegt, warnte vor einem enormen Schaden für die Wirtschaft und ganz Italien, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete.

Ab dem 15. Oktober müssen Arbeitnehmer den sogenannten Grünen Pass vorzeigen, wenn Sie zur Arbeit kommen. Die Regelung sorgte bereits für landesweite Proteste und Ausschreitungen. In Italien hatten bis Mittwoch rund 85 Prozent der Menschen über zwölf Jahren zumindest die eine Impfdosis gegen Covid-19 erhalten.

Die Logistik-Branche warnte vor Lieferproblemen und leeren Verkaufsregalen. Viele Fahrer seien aus dem Ausland und hätten den «Grünen Pass» nicht, weil sie nicht geimpft seien oder die Impfung aus ihren Heimatländern nicht anerkannt würden, hieß es vom Verband Fiap.

(dpa)

Litauen beschließt Einmalzahlung für geimpfte Senioren

13:59
13.10.2021
Litauen will Senioren in der Corona-Krise mit einem finanziellen Anreiz zu einer Schutzimpfung motivieren. Das Parlament in Vilnius stimmte am Mittwoch einer von der Regierung beschlossenen Einmalzahlung von 100 Euro für neu geimpfte Menschen über 75 Jahre zu. Begründet wurde das Vorhaben mit der niedrigen Impfrate in dieser Altersgruppe.

Zustehen soll die Zahlung Senioren, die bis zum 1. September keine Impfung erhalten haben und bis zum 1. Dezember vollständig geimpft werden. Auch voll geimpfte Senioren, die sich bis zum 1. April eine weitere Dosis eines zugelassenen Corona-Vakzins zur Auffrischung verabreichen lassen, soll die finanzielle Hilfe gewährt werden.

In Litauen sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 998,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. In dem Baltenstaat mit knapp drei Millionen Einwohnern sind 69,7 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft oder davon genesen.

(dpa)

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