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Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektion in Lettland

13:58
13.10.2021
In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Riga vermeldete am Mittwoch 2236 positive Tests binnen eines Tages. Der bisherige Rekordwert in dem baltischen EU-Land von 1861 war am 31. Dezember 2020 erfasst worden. In den letzten 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 993,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert.

Angesichts der erneut starken Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung in Riga den Notstand verhängt. Er gilt seit Montag bis zum 11. Januar. Damit verbunden sind Beschränkungen sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte, durch die das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

In Lettland ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft. Die Regierung bemüht sich seit Monaten mit nur mäßigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. Für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes und bestimmte Berufsgruppen wurde eine Corona-Impfpflicht festgelegt. Auch die staatliche Fluggesellschaft Air Baltic kündigte am Mittwoch eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter an.

(dpa)

WHO schlägt Virologen Drosten für internationalen Beirat vor

13:57
13.10.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Berliner Virologen Christian Drosten als Mitglied eines wichtigen neuen Beirats vorgeschlagen. Der Beirat soll Richtlinien für künftige Studien über den Ursprung von Pandemien und Epidemien erarbeiten und Untersuchungen beaufsichtigen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete.

Sie schlug 26 Mitglieder aus zahlreichen Ländern vor, darunter China, Russland, die USA, Sudan, Saudi-Arabien und Kambodscha. Politische Überlegungen hätten bei der Auswahl keine Rolle gespielt, betonte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Die Mitgliedsländer können sich bis Ende Oktober zu der Liste äußern.

Der Beirat ist eine Reaktion auf die von China lange verschleppte internationale Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus. Das Virus tauchte Ende 2019 erstmals in Wuhan in China auf. Die von der WHO vorgeschlagenen ausländischen Experten durften erst mehr als zwölf Monate später, Anfang dieses Jahres, nach China reisen. Eine weitere Untersuchung vor Ort will China nicht zulassen. Die US-Regierung wirft China vor, den Experten Informationen vorenthalten zu haben. Peking wirft den USA und anderen Ländern dagegen vor, die Pandemie und die Suche nach dem Ursprung für politische Attacken zu missbrauchen.

Die WHO hofft, dass solche Untersuchungen künftig über den Beirat vorbereitet werden und dann ohne politische Auseinandersetzungen zwischen Regierungen über die Bühne gehen können. «Es liegt in der Natur der Dinge, dass neue Viren mit dem Potenzial, Epidemien oder Pandemien auszulösen, auftauchen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Virus Sars-CoV-2 werde nicht das letzte sein. «Zu verstehen, wo neue Pathogene herkommen, ist die Voraussetzung dafür, künftige Ausbrüche mit epidemischem oder pandemischem Potenzial zu verhindern.»

(dpa)

Mittelstand erholt sich von Corona-Krise - Engpässe bremsen

13:56
13.10.2021
Nach dem coronabedingten Einbruch hat sich der deutsche Mittelstand weiter erholt. Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage im Herbst spürbar positiver als noch vor einem Jahr, wie aus einer am Mittwoch in Dresden vorgestellten Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Zudem schauen die befragten Mittelständler deutlich optimistischer in die Zukunft. Demnach stieg der Geschäftsklimaindex für kleinere und mittlere Unternehmen binnen Jahresfrist von minus 5,7 Punkte auf 25,2 Punkte - und liegt damit wieder auf Niveau wie vor Corona.

In der deutschen Wirtschaft gebe es eine «Reihe von positiven Signalen», sagte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Nach einem «historischen Tief» im Corona-Jahr 2020 folge nun ein «historischer Aufschwung». Gebremst wird dieser nach Einschätzung von Ökonomen allerdings von anhaltenden Lieferengpässen etwa in der Chipindustrie und teuren Rohstoffen. Auch Fachkräftemangel über alle Branchen hinweg - vor allem aber in der Gastronomie - macht demnach vielen Unternehmern zu schaffen.

Insgesamt ist die Stimmung im Mittelstand laut Creditreform aber gut, So verbuchten gut 38 Prozent der befragten Firmen mehr Aufträge. 42,5 Prozent meldeten ein Umsatzplus - im Herbst 2020 waren das nur ein Viertel der Unternehmen (25,6 Prozent).

Der Geschäftsklimaindex von Creditreform basiert auf den Antworten von rund 1200 kleinen und mittleren Unternehmen im September 2021 - etwa zu Umsatz, Auftragseingängen und Investitionen.

(dpa)

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