Nur wenige Tage von der Bundestagswahl will die Opposition SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zu Geldwäsche-Ermittlungen befragen. Die federführenden Fachleute aller Fraktionen im Finanzausschuss des Bundestages wollen am Mittwochnachmittag über einen Termin für eine Ausschuss-Sondersitzung beraten, wie es am Dienstag aus Ausschusskreisen hieß. FDP, Linke und Grüne hatten bei Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eine Sondersitzung beantragt und als Termine den 20. oder 22. September vorgeschlagen. "Die Anwesenheit von Bundesminister Scholz ist dabei erbeten", heißt es in dem Schreiben. Die nun bekanntgewordenen Vorwürfe gegen die Geldwäsche-Spezialeinheit FIU hätten "eine bisher ungeahnte Qualität" erreicht. Scholz solle zu den Vorgängen Stellung beziehen.
Union und Opposition sehen in den Ermittlungen eine Angriffsmöglichkeit auf Scholz, der mit seiner SPD die Umfragen zur Bundestagswahl anführt.
Reuters