Letztes Update:
20210719091208

Keine weiteren Corona-Fälle bei Olympia-Athleten

08:33
19.07.2021
Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben nach den ersten Corona-Fällen im Athletendorf am Montag keine weiteren Neuinfektionen bei Sportlern festgestellt. Dem am Morgen veröffentlichten Corona-Tagesbericht zufolge entfielen die drei neu ermittelten Fälle auf einen Olympia-Angestellten, einen Leiharbeiter und einen Journalisten. Die Zahl der seit 1. Juli im Olympia-Umfeld registrierten Corona-Infektionen stieg damit auf 58.

Am Vortag waren zehn neue Fälle festgestellt worden, darunter drei Athleten. Betroffen waren unter anderem zwei Fußballer aus dem südafrikanischen Team, die bereits im olympischen Dorf wohnten. «Wir halten das Risiko minimal, aber es ist unvermeidlich, dass wir einige Fälle haben», hatte Christophe Dubi, Olympiadirektor des Internationalen Olympischen Komitees, am Sonntag gesagt. «Wir glauben, dass wir die Lage im Griff haben», sagte Hidemasa Nakamura, der Leiter der zuständigen Abteilung des Organisationskomitees.

London lockert Pflicht zur Selbstisolation für Gesundheitsdienst

08:00
19.07.2021
Weil es beim Nationalen Gesundheitsdienst NHS in England zu immer mehr Personal-Engpässen kommt, hat die britische Regierung für die Mitarbeiter die Regeln zur Selbstisolation nach Kontakt mit Infizierten gelockert. In Ausnahmefällen dürften zweifach geimpfte Mitarbeiter die eigentlich vorgeschriebene zehntägige Selbstisolation durch einen negativen PCR-Test und tägliche Antigen-Tests ersetzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen, hieß es in einer Mitteilung der Regierung am Montag.

Einem Bericht zufolge befinden sich derzeit bis zu 1,7 Millionen Menschen in Großbritannien in Selbstisolation. Das führte bereits dazu, dass Zugverbindungen ausfielen und Supermarktfilialen schließen mussten, weil nicht mehr genügend Mitarbeiter da waren. Nachdem in England nun fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben sind, wird mit einem weiteren Anstieg der «pingdemic» gerechnet, wie britische Medien das Phänomen bezeichnen. Als «ping» wird das Klingeln der Warn-App oder eines Anrufs der Kontaktverfolgungsteams auf dem Handy bezeichnet.

Premierminister Boris Johnson und Finanzminister Rishi Sunak hatten am Wochenende heftige Kritik auf sich gezogen, als sie nach Kontakt mit dem infizierten Gesundheitsminister Sajid Javid zunächst ankündigten, sich nicht isolieren zu wollen. Grund sei die Teilnahme an einem Pilotversuch, der stattdessen tägliche Tests vorsehe, hieß es. Nur wenige Stunden später machten sie jedoch eine Kehrtwende und beteuerten, die Pflicht zur Selbstisolation einzuhalten.