Japan will Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio nach Medienberichten auch dann die Starterlaubnis geben, wenn sie engen Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, sofern sie kurz vorher negativ auf das Virus getestet werden. Wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, planten die Regierung und die Olympia-Organisatoren zu diesem Zweck PCR-Tests bei betroffenen Athleten rund sechs Stunden vor dem Start bei Wettkämpfen. Das «Playbook» für Athleten und Offizielle mit Vorschriften für sichere Spiele sieht eigentlich vor, dass sich Athleten, die engen Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatten, in einem Privatraum im Olympischen Dorf und fern von anderen aufhalten.
Tokio befindet sich auch für die gesamte Dauer der Spiele erneut in einem Notstand, da die Corona-Infektionen wieder deutlich steigen. Am Donnerstag meldete die Hauptstadt des Landes 1308 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, der höchste Stand seit einem halben Jahr.