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Spanien und die Niederlande sind nun Corona-Hochinzidenzgebiete

07:03
27.07.2021
Wer aus dem Spanien-Urlaub zurück nach Deutschland kommt und weder genesen noch geimpft ist, muss nun in Quarantäne. Die USA halten derweil an ihren Einreisebeschränkungen für Europäer fest - wegen der Delta-Variante.

Berlin - Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Damit gelten bei der Einreise von dort nach Deutschland zusätzliche Auflagen. Mit der Entscheidung vom Freitag hatte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern reagiert. Die USA kündigten unterdessen am Montag an, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufzuheben.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Einstufung Spaniens und der Niederlande hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort.

Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert. Nach Angaben des Reiseverbandes DRV machten in der vergangenen Woche etwa 200 000 Pauschalreisende aus Deutschland in Spanien Urlaub. Hinzu kommen insgesamt geschätzt etwa 200 000 Individualurlauber aus Deutschland in dem Land.

Reisen in die USA sind für Europäer grundsätzlich erstmal weiter tabu. Die US-Regierung begründete die Entscheidung, die Einreisebeschränkungen beizubehalten, mit der ansteckenderen Delta-Variante. US-Präsident Joe Biden hatte beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Mitte Juli eine baldige Entscheidung zum Thema angekündigt. Bei vielen hatte das die Hoffnung auf eine Lockerung geweckt. 

dpa

Corona-Regeln sollen größtenteils verlängert werden

06:18
27.07.2021
Erfurt - In Thüringen sollen die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen größtenteils verlängert werden. Das sieht ein Entwurf für eine neue Corona-Verordnung vor, der bereits in der vergangenen Woche im Parlament diskutiert wurde. Die Regeln sollen nach Plänen des Gesundheitsministeriums am Dienstag verkündet werden und dann am Mittwoch in Kraft treten. Anders als etwa das benachbarte Sachsen will Thüringen auch im August noch an der Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr festhalten.

Thüringen war im Winter und Frühjahr monatelang das Bundesland mit den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerten deutschlandweit. Erst die Einführung der Bundesnotbremse und zunehmend sommerliches Wetter brachten die Kehrtwende mit fallenden Infektionszahlen.

Zuletzt stieg die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht an - blieb aber auf einem niedrigen Niveau. Mit Stand vom Montag lag der Wert in Thüringen bei 5,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Die aktuellen Corona-Regeln sehen nur noch wenige Einschränkungen vor. Allerdings verpflichten sie die Kommunen zum Handeln, wenn bestimmte Inzidenz-Grenzwerte überschritten werden. Als wichtige Schwellenwerte gelten Inzidenzen von 35, 50 und 100.

dpa