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Spahn: Biontech-Impfdosen für Schüler reservieren

07:21
23.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft dazu auf, Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer für Schülerinnen und Schüler zu reservieren. «Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen», sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag». «Das erklärte Ziel ist, dass die Länder den minderjährigen Schülerinnen und Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen. Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden.»

Eine dritte Corona-Impfung ist Spahn zufolge «frühestens im Winter der Fall». Für Kritik an der Aufhebung der Impfpriorisierung ab dem 7. Juni zeigte der Minister wenig Verständnis. «Dieselben, die vor vier Wochen gesagt haben, die Priorisierung sei Impf-Bürokratie und müsse weg, kritisieren jetzt die Aufhebung. Das passt nicht zusammen», sagte Spahn.

(dpa)

Müller: 30 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern impfen

07:20
23.05.2021
Die Vereinbarungen des «Welt-Gesundheitsgipfel» der G20-Staten gehen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller nicht weit genug. «Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden», sagte der CSU-Politiker der «Welt am Sonntag». Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres gegen Corona zu impfen.

Auf dem Gesundheitsgipfel in Rom hatte die EU versprochen, dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. Die Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson sagten insgesamt rund 1,3 Milliarden Impfdosen zu.

Die Zusage der EU sei ein wichtiges Zeichen, so Müller. Dennoch fehlten 20 Milliarden Euro für Diagnostik, Therapeutika und Impfstoffe. Außerdem müsse die Produktion in Afrika und Lateinamerika ausgebaut werden.

(dpa)

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