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Lindner warnt vor pauschalem Lockdown: immer weniger verhältnismäßig

12:28
07.04.2021
FDP-Chef Christian Lindner hat vor einem erneuten Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland gewarnt. «Wieder soll auch nach der Bundeskanzlerin nur ein pauschaler Lockdown die Antwort auf die Pandemie sein. Das CDU-geführte Kanzleramt hat keine innovativere Alternative entwickelt», kritisierte Lindner am Mittwoch entsprechende Äußerungen.

«Die sozialen Folgen sind immens. Die Grundrechtseingriffe sind immer weniger verhältnismäßig», kritisierte Lindner. Beim Testen, der Beschleunigung des Impfens und Hygienekonzepten seien längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Zudem müssten regionale Unterschiede berücksichtigt werden.

Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Vorschlag von CDU-Chef Armin Laschet bewerte, hatte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer gesagt, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. «Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig», sagte sie.

(dpa)

WHO-Chef: Corona hat das Beste und Schlechteste im Menschen gezeigt

12:28
07.04.2021
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat angesichts des Weltgesundheitstages eine ungerechte Verteilung von Impfstoffen angeprangert. Länder mit geringen Einkommen hätten erst 0,1 Prozent der Corona-Impfstoffe erhalten, sagte er am Mittwoch während einer Online-Veranstaltung. Die Pandemie habe das Beste aber auch das Schlechteste der Menschheit zum Vorschein gebracht. So hätten viele Arbeiterinnen und Arbeiter im Gesundheitswesen Mut gezeigt und es habe auch gute Ambitionen von Firmen gegeben. Gleichzeitig sei die Ungleichheit in der Welt größer geworden und es habe Unternehmen gegeben, die von der Not anderer profitieren wollten.

Der 56-Jährige betonte, dass Marktkräfte allein die Verteilung von Lebenswichtigen Gütern nicht sicherstellen könnten und die Pandemie noch lange nicht vorbei sei. «Wir haben vielleicht unterschiedliche Kulturen, Sprachen und einen unterschiedlichen Glauben aber wir teilen die gleiche DNA», sagte der Äthiopier. Es brauche eine Wirtschaft die betrachte, welche Einflüsse ihre Produkte und Dienstleistungen auf Menschen und Umwelt hätten.

(dpa)

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