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Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests in Firmen

12:27
07.04.2021
Die Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests für Beschäftigte. 75 Prozent der Unternehmen in der Branche bieten Schnell- oder Selbsttests für ihre Mitarbeiter an, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch unter Berufung auf eine Abfrage bei seinen Mitgliedern mitteilte. Weitere 22 Prozent planten dies unmittelbar zu tun. Dies zeige, dass die Selbstverpflichtung der Industrie wirke, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Der Anteil in der Automobilindustrie liege über den bereits hohen Werten der gesamten Industrie.

Die Wirtschaft lehnt gesetzliche Auflagen ab. Die Bundesregierung hat noch nicht darüber entschieden. Das Arbeits- sowie das Wirtschaftsministerium wollen die Ergebnisse eigener Erhebungen abwarten, wie Sprecher der Ressorts am Mittwoch in Berlin deutlich machten. Wie aus einem Bericht der Spitzenverbände der Wirtschaft hervorgegangen war, testen derzeit zwischen 80 und 90 Prozent der Firmen in Deutschland oder bereiten den Teststart unmittelbar vor.

Die Frage der Tests in Unternehmen sowie Forderungen aus der Politik nach mehr Homeoffice dürften eine wesentliche Rolle spielen bei Beratungen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag mit Vertretern von mehr als 40 Wirtschaftsverbänden.

«Staatliche Auflagen führen nicht zu mehr Tests, sondern nur zu mehr Bürokratie, dies zeigt sich in den Bundesländern, die eine Verpflichtung eingeführt haben», so VDA-Präsidentin Müller. «Die Unternehmen sind gut organisiert und kriegen das hin. Mehr Bürokratie würde den Erfolg dagegen gefährden.» Viele Unternehmen beklagten allerdings Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Tests.

(dpa)

Mehr EU-Außenhandel mit Gütern für Kampf gegen Pandemie

12:03
07.04.2021
Sauerstoffgeräte, Schutzkleidung, Test-Equipment: Mit solchen Produkten für den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie haben die EU-Staaten 2020 deutlich stärker gehandelt als im Vorjahr. Die Importe aus Nicht-EU-Ländern stiegen bei Gütern mit Covid-19-Bezug um 10 Prozent, die Exporte in Nicht-EU-Länder um 6 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. In vielen anderen Bereichen ging der Außenhandel 2020 demnach stark zurück. Dies gilt auch für ähnliche medizinische Produkte ohne direkten Bezug zur Corona-Pandemie.

Häufiger in die EU importiert wurden etwa Schutzkleidung (plus 40 Prozent), Sauerstoffgeräte (39), Desinfektionsmittel und Diagnosegeräte (jeweils 20). Die stärksten Zuwächse bei den Exporten gab es bei Desinfektionsmitteln (plus 16 Prozent) und Test-Equipment (15).

Vor allem im ersten Halbjahr 2020 handelten die EU-Staaten solche Produkte stärker mit Nicht-EU-Ländern: Eurostat verzeichnet für diesen Zeitraum ein Plus von 13 beziehungsweise 9 Prozent bei Importen und Exporten. Im zweiten Halbjahr 2020 fiel der Anstieg im Vergleich zu 2019 mit 8 beziehungsweise 3 Prozent kleiner aus.

(dpa)

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