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Kliniken verschieben Operationen wegen Zunahme von Corona-Patienten

12:02
07.04.2021
Wegen der wachsenden Anzahl von Corona-Intensivpatienten müssen erste Kliniken im Südwesten wieder geplante Operationen verschieben. Das berichtete der Koordinator der intensivmedizinischen Versorgung von Corona-Patienten in Baden-Württemberg, Götz Geldner. Die Zahl der Corona-Patienten sei im Vergleich zur Vorwoche um 20 Prozent gestiegen, sagte der Ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH-Kliniken am Mittwoch.

Landesweit sei bereits ein Drittel der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. «Wenn die Zahl der Intensivpatienten weiter steigt, haben wir in ein bis zwei Wochen ein Problem», sagte Geldner. Sobald die Belegung in Richtung der 40 Prozent gehe, müssten in größerem Maße Operationen verschoben werden.

Seit Mitte März steigt die Zahl der Corona-Patienten in Intensivbehandlung im Südwesten stark an. Lag sie am 10. März noch bei 236, wurden am Dienstag bereits 648 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt, wie aus den Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht. Seit wenigen Tagen übersteigt zudem die Zahl der Kliniken, die ihren Betrieb als eingeschränkt bezeichnen, die der Kliniken mit regulärem Betrieb.

Seine Prognose gingen aktuell noch von einer sinkenden Zahl der Intensivpatienten aus, sagte Geldner. Doch das liege allein an den geringen gemeldeten Fallzahlen über Ostern. Weil auch nach einem Jahr Pandemie noch Meldelücken bestünden, seien die Zahlen nicht aussagekräftig. Mit Blick auf mögliche Maßnahmen zeigte sich der Intensivmediziner resigniert. «Was soll anders sein, als in der Welle davor? Jeder weiß, was jetzt passiert.» Politiker und Bürger trügen nun gleichermaßen Verantwortung. Es fehle weiter ein Konzept, um der Pandemie Herr zu werden. Das jetzige Vorgehen nannte Geldner ziel- und planlos. «Wir versuchen, das beste daraus zu machen.»

(dpa/lsw)

Corona-Probleme in der 2. Liga: Auch Sandhausens Profis in Quarantäne

11:34
07.04.2021
Der 2. Fußball-Bundesliga droht im Saisonendspurt immer mehr ein Termin-Engpass. Neben dem Team des Karlsruher SC hat sich auch die Profi-Mannschaft des SV Sandhausen in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Nach Ivan Paurevic und Denis Linsmayer, die wegen positiver Corona-Tests bereits die Partie gegen die Würzburger Kickers (1:0) am Sonntag verpasst hatten, sind am Dienstag noch zwei weitere Spieler positiv auf das Virus getestet worden.

Das Gesundheitsamt Rhein-Neckar habe daraufhin eine zweiwöchige Quarantäne für die Profis des SVS angeordnet, teilte der Club am Mittwoch mit - beginnend mit dem vergangenen Sonntag und endend am 18. April. Der SVS habe daher bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Absetzung der Spiele gegen Greuther Fürth (9. April) und den Hamburger SV (16. April) beantragt.

Am Dienstag hatte bereits der KSC über einen weiteren Corona-Fall in seinem Profi-Kader informiert. Auch die Badener haben sich in eine 14-tägige Isolation begeben. Diese gilt bis zum 20. April. Die Partien der Karlsruher gegen Fortuna Düsseldorf (10. April), Erzgebirge Aue (17. April) und den Hamburger SV (20. April) müssen demnach ebenfalls verlegt werden.

(dpa/lsw)

Polen verlängert Corona-Beschränkungen

10:39
07.04.2021
Polen verlängert seine Corona-Beschränkungen bis zum 18. April. Die Situation in den Krankenhäusern sei weiterhin sehr schwierig, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Mittwoch in Warschau. Dies gelte vor allem für die Region Schlesien. Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit landesweit rund 34 700 Covid-Patienten in den Kliniken behandelt - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Mehr als 3300 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Schulen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen, auch Friseure und Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen.

Polen kämpft derzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. In der vergangenen Woche hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Rekordwert von 35 251 erreicht. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium 14 910 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, im selben Zeitraum starben 638 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Niedzielski sagte, dieser Rückgang sei noch kein hinreichender Hinweis, um die Restriktionen zu lockern.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

(dpa)

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