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Studie: Noch viele Antikörper sechs Monate nach Moderna-Impfung

13:16
07.04.2021
Auch ein halbes Jahr nach der vollständigen Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna bleibt der Schutz einer neuen Studie zufolge hoch. Ein Langzeittest mit 33 Probanden habe sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, berichten US-Experten im «New England Journal of Medicine» (NEJM). Die Studie werde weitergeführt, um die Wirksamkeit des Vakzins über noch längere Zeit beobachten zu können.

Bislang ist unklar, wie lang der Schutz durch die Covid-19-Impfstoffe hält. Anfang des Monats hatten aber auch schon die mRNA-Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech mitgeteilt, dass der Schutz durch ihr gemeinsames Präparat sechs Monate nach der zweiten Dosis genauso hoch ist wie kurz danach. Zudem hätten sich keine Sicherheitsbedenken gezeigt. Die Produkte von Pfizer/Biontech und Moderna gelten als sehr ähnlich.

(dpa)

Corona-Varianten: EU-Kommission gibt 123 Millionen Euro für Forschung

13:12
07.04.2021
Im Kampf gegen gefährliche Coronavirus-Varianten stellt die EU-Kommission der Forschung 123 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld aus dem Forschungsprogramm «Horizont Europa» solle dafür sorgen, dass den kurz- bis mittelfristigen Bedrohungen durch Mutanten begegnet werden könne, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

«Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein, von der Früherkennung der Varianten bis zur Durchführung und Koordinierung klinischer Studien für neue Impfstoffe und Behandlungsmethoden», sagte die zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel.

Konkret soll das Geld beispielsweise für die Weiterentwicklung vielversprechender Behandlungs- oder Impfstoffkandidaten genutzt werden. Auch solle die Infrastruktur etwa für einen schnelleren Datenaustausch von Forschern gefördert werden. Anträge dafür können vom 13. April bis zum 6. Mai 2021 eingereicht werden.

(dpa)

Offener Brief von Palmer und Federle zu Tübinger Modellprojekt

13:11
07.04.2021
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und Pandemiebeauftragte Lisa Federle haben an die Einwohner der Stadt appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. In einem offenen Brief fordern sie: «Mithelfen, damit Tübingen offen bleibt». Zugleich warben Palmer und Federle um Verständnis, dass das Corona-Modellprojekt «Öffnen mit Sicherheit» vorerst nur unter verschärften Bedingungen weiter gehen kann.

Die Zahl der Kontakte in der Stadt werde zurückgehen, weil Auswärtige kein Tagesticket mehr erhalten könnten und die Außengastronomie nicht mehr zum Verweilen in der Stadt einlade. «Die täglich durchgeführten Tests werden nochmals deutlich mehr, weil neue Testpflichten in Einzelhandel, Betrieben, Schulen und Kitas hinzukommen.» Palmer und Federle sehen das Vorgehen als eine Alternative für den Weg, der sonst beschritten werden soll.

«Der Brücken-Lockdown, von dem jetzt die Rede ist, würde auch bedeuten, dass Einzelhandel und Kultur wieder schließen müssen und in Schulen und Kitas nur noch Notbetreuung angeboten wird. Wir wollen versuchen, das durch Testungen zu vermeiden», heißt es in dem offenen Brief weiter. Auf die Fortsetzung des Modellprojekts hatten sich am Dienstag das Gesundheitsministerium, das Landesgesundheitsamt sowie die Stadt Tübingen und das örtliche Gesundheitsamt geeinigt. Der Tübinger Modellversuch wurde zuletzt bis zum 18. April verlängert.

(dpa/lsw)

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