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Dänemark lockert Reisebeschränkungen schrittweise

10:21
14.04.2021
Dänemark lockert schrittweise seine im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Reisebeschränkungen. Darauf einigten sich die sozialdemokratische Regierung und der Großteil der Parlamentsparteien am Dienstagabend in Kopenhagen, wie das dänische Justizministerium mitteilte. Ziel der Vereinbarung ist es, dass die Däninnen und Dänen wieder ins Ausland reisen können, Ausländer aber auch zu Besuch nach Dänemark kommen können.

Die Beschränkungen werden demnach in vier Phasen gelockert, die erste davon beginnt am kommenden Mittwoch. Ab dann rät die dänische Regierung nicht mehr grundsätzlich von allen Reisen ins Ausland ab. Stattdessen werden Länder und Regionen wieder je nach Infektionslage in verschiedene Farben unterteilt - ist ein Land beispielsweise gelb, muss man nach der Einreise in Dänemark nicht mehr wie bisher in Quarantäne. Auch Dienstreisen und Fahrten in eigene Ferienhäuschen in Skandinavien werden erleichtert. Die Anforderung eines Corona-Tests nach der Einreise bleibt jedoch bestehen.

Für Deutsche und andere Ausländer wichtig: Die Liste der triftigen Einreisegründe, mit denen man ins Land gelassen wird, wird erweitert. Damit können ab dann unter anderen auch wieder Austauschstudenten, Sommerhaus- und Bootsbesitzer sowie Dauercamper einreisen.

Die Phasen zwei bis vier sind für den 1. und 14. Mai sowie vermutlich 26. Juni anvisiert. Ab Phase zwei sollen geimpfte Touristen aus EU- und Schengenländern mit passablen Infektionszahlen ohne Test und Quarantäne einreisen können. In Phase drei sollen auch Menschen einschließlich Urlaubern aus den Grenzgebieten von der Quarantänevorschrift ausgenommen werden. Die letzte Phase soll dann mit der Einführung eines EU-weiten Corona-Passes einhergehen.

Ab dem Zeitpunkt, so heißt es in der Vereinbarung, soll es möglich sein, Sommerferien in Europa zu machen und Touristen unter der Bedingung in Dänemark zu empfangen, dass man negative Tests, Impfungen oder überstandene Infektionen nachweisen kann.

(dpa)

Großbritannien weitet Tests zu Impfstoff-Kombination aus

10:20
14.04.2021
Britische Wissenschaftler weiten ihre Tests zur Impfstoff-Wirksamkeit bei der Kombination unterschiedlicher Mittel auf weitere Wirkstoffe aus. Künftig werden auch die Impfstoffe von Moderna und Novavax einbezogen, wie Matthew Snape von der Universität Oxford am Mittwoch dem Times Radio sagte. Seit Februar wird bereits in einer klinischen Studie untersucht, ob die bereits seit längerem in Großbritannien zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Oxford/Astrazeneca in unterschiedlicher Abfolge als erste und zweite Dosis verwendet werden können. Moderna wird in Großbritannien seit Montag als drittes Mittel eingesetzt.

Ziel sei, die Flexibilität und «Widerstandsfähigkeit» des britischen Impfprogramms zu stärken, sagte Snape. Geklärt werden müsse, ob die Immunantwort genauso gut ist, als wenn man für die erste und zweite Dosis denselben Impfstoff verabreicht. Tierversuche an Mäusen vermittelten den Eindruck, dass eine Kombination sogar einen bessere Immunantwort hervorrufe, sagte der Experte. Letztendlich erzeugten alle Impfstoffe eine Immunantwort gegen das Spike-Protein. «Es wird interessant sein zu sehen, ob wir dies auch bei Menschen erkennen werden», sagte Snape.

Derzeit werden die Impfstoffe in Großbritannien im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht. In dem Land hat bereits mehr als die Hälfte der Erwachsenen - gut 32 Millionen Menschen - eine erste Impfdosis erhalten, zweimal geimpft wurden bislang knapp 8 Millionen Menschen.

In Deutschland hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag darauf geeinigt, dass mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen sollen. Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April.

Hintergrund der Empfehlung sind seltene Fälle einer Hirnvenenthrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Bund und Länder hatten deshalb kürzlich beschlossen, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen. Laut Bundesgesundheitsministerium hatten in den vergangenen Wochen aber bereits rund 2,2 Millionen Bürger unter 60 Jahren eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten.

(dpa)

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