Letztes Update:
20210414121032

OECD ruft zu Neuerfindung der Wirtschaft nach Corona-Krise auf

10:23
14.04.2021
Angesichts der Corona-Pandemie und ihrer dramatischen Folgen ruft die Industriestaatenorganisation OECD dazu auf, Volkswirtschaften «neu zu erfinden» und damit krisenfester zu machen. «Die Regierungen müssen jetzt handeln», forderte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Mittwoch bei einer Online-Konferenz in Paris. Der wirtschaftliche Aufschwung nach der Krise müsse vorbereitet werden.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mahnte etwa das Mitgliedsland Deutschland, mehr in seine Infrastruktur zu investieren, beispielsweise in Breitbandnetze für die Telekommunikation. Die Corona-Krise werde die Digitalisierung beschleunigen. Die Nachfrage für Telearbeit oder Tele-Gesundheitsdienste werde steigen.

«Nach einem verheerenden Jahr 2020 verbessern sich die Aussichten», erklärte OECD-Chefökonomin Laurence Boone. Die Pandemie habe Schwachstellen wie die Langzeitarbeitslosigkeit offengelegt, die auch von milliardenschweren Hilfspaketen der Regierungen nicht beseitigt werden könnten. Gurria forderte, im Kampf gegen die Umweltkrise CO2-Emissionen höher zu besteuern.

Boone legte keine neue Prognose für die Konjunkturentwicklung vor. Wegen Corona war die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr nach früheren Angaben der OECD um 3,4 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr wird ein Plus von 5,6 Prozent angenommen.

(dpa)

SPD will Sport im Freien von Ausgangsbeschränkungen ausnehmen

10:22
14.04.2021
Die SPD im Bundestag will Sport im Freien und kontaktlosen Sport für Kinder von der geplanten Corona-Notbremse des Bundes ausnehmen. Ausnahmen bei den Ausgangsbeschränkungen für Sport im Außenbereich seien zwingend, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, am Mittwoch in Berlin. Kindern solle zudem kontaktloser Sport ermöglicht werden.

Andernfalls drohe eine Eskalation der sozialen Situation bei denjenigen, die in beengten Verhältnissen leben. «Die erste Welle war eine Ischgl-Welle, und die zweite und dritte Welle ist eine Welle in den sozialen Brennpunkten.»

Schneider verteidigte den Verzicht auf ein beschleunigtes Beratungs- und Beschlussverfahren im Parlament zum Infektionsschutzgesetz für die Bundes-Notbremse. «Es kommt jetzt auf diese drei oder vier Tage wirklich nicht an», hielt er der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) entgegen.

DIVI-Präsident Gernot Marx hatte in einem Interview gesagt: «Unsere dringende Bitte ist, dass die politisch Verantwortlichen die geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes möglichst noch diese Woche verabschieden.»

Schneider sagte: «Es gibt keinen Grund, für zwei Tage die Oppositionsrechte auszuhebeln oder eine sorgfältige Beratung nicht zu ermöglichen.» Die erste Beratung zu dem geplanten Gesetz finde nun am Freitag statt, die Ausschussberatung am Montag und die Verabschiedung in Bundesrat und voraussichtlich auch im Bundesrat am Mittwoch. Der Entwurf sei nach Kabinettsbeschluss am Dienstagvormittag versandt worden. «Zu erwarten, so ein maßgebliches Gesetz bis Freitag zu beschließen, ist schon eine Zumutung.» 

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen