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Heilbronn untersagt «Querdenken»-Demo am Samstag

09:20
09.04.2021
Heilbronn hat eine für Samstag geplante Kundgebung der «Querdenken»-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen verboten. Grund sei die fehlende Zusage des Veranstalters, Auflagen des Ordnungsamts wie die Maskenpflicht zu akzeptieren und durchzusetzen, teilte die Stadt am Freitag mit. «Auch Erfahrungen aus vergleichbaren Veranstaltungen landesweit begründen bei den Verantwortlichen Zweifel, dass die Auflagen umgesetzt werden.»

In der Landeshauptstadt Stuttgart hatten sich am Karsamstag rund 15 000 Menschen größtenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt und die Stadt in große Erklärungsnot gebracht. In Heilbronn war eine Versammlung mit dem Motto «Wir stellen uns Faschismus, Extremismus und Hetze in die Quere. Lasst unsere Kinder atmen» geplant. Sie wurde von «Querdenken – 713» angemeldet, wie die Stadt weiter mitteilte.

Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) sagte, man befinde sich aktuell in einer sehr kritischen Phase der Pandemie mit hohen Inzidenzzahlen. «Es wäre unverantwortlich, eine solche Veranstaltung ohne Abstand und Maskenpflicht durchführen zu lassen.» Die Menschen hätten kein Verständnis, wenn bei Versammlungen keine geltenden Regeln eingehalten werden, sie sich selbst aber an Kontaktbeschränkungen halten müssten.

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet dies «Querdenken»-Bewegung. Die Behörde ordnet mehrere Akteure dem Milieu der «Reichsbürger» und «Selbstverwalter» zu, die unter anderem demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren. Die «Querdenken»-Bewegung weist diese Vorwürfe zurück.

(dpa)

Hausärzte im Südwesten haben in der Breite mit dem Impfen begonnen

09:20
09.04.2021
Die Hausarztpraxen in Baden-Württemberg haben in der Breite mit den Corona-Impfungen begonnen. Nachdem seit Mittwoch alle Praxen im Südwesten mit Impfstoff versorgt seien, hätten am Donnerstag nun alle beteiligten Ärzte die ersten Impfungen verabreicht, sagte Kai Sonntag, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), am Freitag.

Die Nachfrage sei weiterhin groß, von einer spürbaren Entlastung der in den Praxen geführten Wartelisten könne noch keine Rede sein. Den Hausärzten stehen in dieser Woche jeweils 18 Impfdosen zur Verfügung, in der kommenden Woche sollen die Praxen 30 Dosen Corona-Impfstoff erhalten. Die Liefermengen für die Wochen danach seien derzeit noch unklar.

Erfreulich sei, dass von den Hausärzten nun eine Gruppe geimpft werden könne, die bislang außen vor gewesen sei, sagte Sprecher Sonntag. Den bettlägerigen über 80-Jährigen sei ein Besuch im Impfzentrum nicht möglich, von den mobilen Impfteams seien sie nicht aufgesucht worden. Diese Lücke könne nun von den Hausärzten geschlossen werden.

(dpa)

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