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Charité setzt Astrazeneca-Impfungen bei Frauen unter 55 aus

11:02
30.03.2021
Gleich zwei große Kliniken in Berlin setzen Astrazeneca-Impfungen bei Frauen unter 55 aus.

Berlin - Die Berliner Universitätsklinik Charité stoppt bis auf Weiteres alle Impfungen ihrer Mitarbeiterinnen unter 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca.

"Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind", sagte die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl, am Dienstag.

Sie betonte, dass in der Charité keine Komplikationen nach Impfungen mit Astrazeneca aufgetreten seien. Diese wolle jedoch vorsorglich agieren und abschließende Bewertungen abwarten. Die Charité habe in der Pandemie bisher rund 16.000 Erst- und Zweitimpfungen an ihr Personal verabreicht. "Davon entfiel der größte Teil auf Astrazeneca", sagte Zingl.

Auch der landeseigene Berliner Klinikbetreiber Vivantes hat am Dienstag bis auf Weiteres vorsorglich alle Impfungen von Frauen unter 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca ausgesetzt. "Dies betrifft vor allem die eigene Belegschaft", teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei Frauen in Deutschland waren nach Impfungen Hirnvenenthrombosen festgestellt worden.

Am Montag hatte der Kreis Euskirchen bereits die Impfungen mit dem Wirkstoff ausgesetzt, nachdem eine 47-Jährige nach einer Impfung starb und eine 28-Jährige danach erkrankte. Anschließend hatte der Kreis auf eigene Faust entschieden, dass Frauen dieser Altersgruppe nicht mehr mit Astrazeneca geimpft werden. "Alles andere geht normal weiter", erklärte der Kreissprecher.

Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer läuft reibungslos

11:01
30.03.2021
Die Testpflicht für Reiserückkehrer von Deutschlands Lieblingsinsel Mallorca ist vor Ort angelaufen. Bislang gibt es keine langen Warteschlangen - und keine positiven Ergebnisse.

Palma - Die neue generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland hat am ersten Tag auf Mallorca keine größeren Probleme verursacht.

   

Vor dem Testzentrum auf dem Flughafen von Palma bildete sich am Dienstagvormittag nur eine kleine Warteschlange mit maximal etwa zehn Reisenden, die nach einem Aufenthalt auf der spanischen Insel nach Hause zurückkehrten. Die Tests auf das Coronavirus verliefen dort alle reibungslos und ohne größere Wartezeiten - und zunächst auch ohne positive Ergebnisse.

Die Testpflicht trat um 0.00 Uhr in der Nacht zu Dienstag in Kraft und soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Wer der Fluggesellschaft keinen Nachweis über ein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf nicht in die Maschine einsteigen. Und wer positiv getestet wird, muss ebenfalls auf der Mittelmeer-Insel bleiben und in einem Hotel in Quarantäne gehen.

Trotz der Warnungen der Bundesregierung flogen an den vergangenen Tagen Tausende Urlauber nach Mallorca. Allein am Wochenende waren auf der Insel 129 Flieger aus Deutschland gelandet. Nach Angaben des spanischen Flughafenbetreibers Aena soll es bis einschließlich Ostermontag 532 Verbindungen nach Mallorca geben.

Deutschland hatte die Reisewarnung für die Lieblingsinsel der Deutschen Mitte März aufgehoben, nachdem die Inzidenz dort unter den Grenzwert 50 gesunken war. Seitdem waren Mallorca-Urlauber bei Rückkehr von Quarantäne und bisher auch von der Testpflicht befreit. Das hatte vor den Osterferien einen Buchungsboom ausgelöst. Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in Deutschland führte Berlin aber die neue generelle Testpflicht ein, der sich alle einreisenden Flugpassagiere vor Abflug unterziehen müssen. Ausgenommen sind nur die Crews und Kinder bis fünf Jahre.