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Söder: Schulen machen größte Sorge - Große Zurückhaltung bei Tests

10:58
30.03.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die Entwicklung in den Schulen in der Corona-Pandemie nach eigenen Worten derzeit mit „höchster Sorge“. 

München - Dabei sei auch die spürbare Zurückhaltung der Eltern bei der Einwilligung für die Tests problematisch, sagte Söder am Dienstag in München. In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche bleibe es deshalb für Lehrer wie Schüler für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen bei einer Testpflicht. „Sonst läuft uns das pandemische Geschehen in der Schule davon.“

Auch bei den Kindern und Jugendlichen steige die Gefahr von schwereren Krankheitsverläufen, sagte Söder. Der Schutz vor einer Ansteckung sei deshalb der oberste Maßstab. „Die Bildungsqualität der Schülerinnen und Schüler zu halten ist das eine, aber ihre Gesundheit ist mindestens genauso viel wert.“ Der auch bundesweit zu beobachtende „Flickenteppich“ mit einem Mix aus Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht sorge für große Verwirrung in der Bevölkerung.

Die Staatsregierung werde sich bis nächste Woche das Thema Schule und vor allem die Tests an den Schulen noch einmal ganz genau anschauen, kündigte Söder nach einer Videoschalte unter anderem mit Vertretern von Hausärzten und Kommunen zur weiteren Impfstrategie an. Probleme bei der Verteilung der grundlegend in ausreichender Menge vorhandenen Schnelltests an die Schulen und Kindertagesstätten müssten ebenfalls dringend gelöst werden.

Söder: 20 Prozent der Bayern bis Anfang Mai geimpft

10:57
30.03.2021
Bis Anfang Mai sollen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. 

München - Derzeit würden täglich rund 40 000 Impfdosen im Freistaat verabreicht. Um das Ziel zu erreichen, will Bayern sowohl die Notreserven weitgehend auflösen und bald schon rund um die Uhr impfen. „Es gibt keine Osterruhe fürs Impfen“, sagte Söder.

Neben den Impfzentren, wo bis zu 70 000 Impfungen täglich möglich seien, würden von Mittwoch an auch die niedergelassenen Ärzte mitimpfen, sagte Söder am Dienstag in München nach einer Videoschalte unter anderem mit Vertretern von Hausärzten und Kommunen zur weiteren Impfstrategie. Begonnen werde zunächst mit 1635 Praxen und 33 000 Dosen.

Ende April, Anfang Mai soll bereits die bayerische Wirtschaft integriert werden. Bereits im April soll mit etwa zehn Modellprojekten das Impfen bei größeren Arbeitgebern durch deren Betriebsärzte beginnen. Dazu werde wie in den ostbayerischen Grenzregionen zu Tschechien die Impfreihenfolge geändert.