Letztes Update:
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Söder fordert strikten Anti-Corona-Kurs überall in Deutschland

10:56
30.03.2021
Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Bund und Länder zu einheitlichen, strikten Anti-Corona-Maßnahmen aufgerufen.

München - Konkret forderte der CSU-Chef unter anderem, dass in Hotspots dringend die vereinbarte Notbremse auch mit Ausgangsbeschränkungen gerade über Ostern gelten müsse. Das Verschieben oder Erhöhen der Schwelle für die Notbremse bringe nichts, sondern hole jeden ein, sagte Söder am Dienstag in München. Er sei sich nicht sicher, ob jeder wirklich den Ernst der Lage verstanden habe.

Söder mahnte, es sei jetzt nicht die Zeit für Streit zwischen Bund und Ländern sowie für Eifersüchteleien um Kompetenzen. Es gehe nun allein um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Bund und Länder müssten dabei „aus einem Geist heraus handeln“.

Corona lässt Bayerns Wirtschaft um 5,5 Prozent schrumpfen

10:39
30.03.2021

Fürth (dpa/lby) - Nun ist es offiziell: Die Corona-Pandemie hat Bayern die schwerste Wirtschaftskrise seit 1945 eingebracht.

Das Bruttoinlandsprodukt des Freistaats ist im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent geschrumpft, so stark wie noch nie seit 1945. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in München mit. "Dieser Rückgang stand in engem Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie", schrieb die Behörde in ihrer Mitteilung.


Damit wurde Bayern von der Krise härter getroffen als Deutschland insgesamt - im Bundesdurchschnitt war die Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent gesunken. Hauptgrund dafür ist die große Bedeutung der besonders schwer getroffenen Industrie in Bayern, deren Wirtschaftsleistung sogar um 11,6 Prozent sank. In den Dienstleistungsbranche gab es laut Landesamt einen Rückgang um 4,6 Prozent. Gewachsen ist im vergangenen Jahr lediglich das Baugewerbe mit einem Plus von 3 Prozent.