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20210524184320

Landkreis Wunsiedel: Stabile Inzidenz ermöglicht weitere Lockerungen

15:59
24.05.2021
Ab Dienstag dürfen sich bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Nicht überall geht es jedoch ohne vorherigen Corona-Test.

Drei Corona-Neuinfektionen meldet das Landratsamt Wunsiedel für das Pfingstwochenende (keine am Samstag, drei am Sonntag, keine am Montag). Die Sieben-Tage-Inzidenz berechnet sich so auf 22,0.

Aktuell sind im Landkreis Wunsiedel nachweislich 53 Menschen erkrankt, insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn 5001 Landkreisbürger mit SARS-CoV2 infiziert. 4751 Menschen gelten als genesen. Das Gesundheitsamt hat 1537 Mutationsverdachtsfälle registriert.

Da der Inzidenzwert stabil unter 35 liegt, treten ab Dienstag weitere Lockerungen in Kraft. Diese betreffen die geltenden Kontaktbeschränkungen. So dürfen sich jetzt drei Hausstände mit maximal zehn Personen treffen – Kinder unter 14 Jahren, Genesene und Geimpfte nicht mitgezählt. Für den Besuch der Außengastronomie ist weder Testnachweis noch Terminbuchung notwendig. Zu beachten sind weiterhin die geltenden Kontaktbeschränkungen, teilt das Landratsamt mit.

Für den Besuch körpernaher Dienstleister – Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios – oder Fitnessstudios sind Terminbuchungen und Kontaktdatenerhebungen notwendig.

Testnachweise sind nach wie vor erforderlich, um Übernachtungsangebote von gewerblichen oder entgeltlichen Unterkünften in Anspruch nehmen zu können. Auch musikalische oder kulturelle Proben von Laien- und Amateurensembles sind nur mit einem negativen Corona-Test der Teilnehmenden möglich.

Als Testnachweis gilt ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest, Selbsttest vor Ort und unter Aufsicht, etwa von dem Betreiber des Betriebs, oder PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis. 

red

Memmingen bundesweiter Corona-Hotspot

14:31
24.05.2021
Bundesweit geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurück - und in Bayern sogar noch ein bisschen deutlicher als im Deutschland-Schnitt. Eine bayerische Stadt aber reißt ziemlich aus.

Der bundesweite Corona-Hotspot Nummer eins liegt in Bayern: Die Stadt Memmingen wies am Pfingstmontag nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) eine Inzidenz von 238,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf und lag damit deutschlandweit an der Spitze. Mit einigem Abstand folgten der Landkreis Hildburghausen (196,2) in Thüringen und die Stadt Emden (192,3) in Niedersachsen.

Bayernweit lag Coburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 160,7 auf Platz zwei hinter Memmingen, gefolgt von Schweinfurt (142,3). Insgesamt lagen im Freistaat am Montag laut RKI (Stand 3.13 Uhr) noch acht Städte und Landkreise über der 100er Schwelle. Am unteren Ende der Skala lag Weiden in der Oberpfalz (11,7), gefolgt vom Landkreis Tirschenreuth (18,0) und der Stadt Amberg (19,0). In München lag die Inzidenz am Montag mit 49,7 knapp unter der 50er-Marke.

Bayernweit lag die Inzidenz am Pfingstsonntag bei 59,2 und damit noch etwas unter dem bundesweiten Schnitt, den das RKI mit 62,5 angab. Das Institut verwies darauf, dass es wegen der Feiertage zu Verzögerungen bei der Meldung von Infektionszahlen kommen kann und weniger getestet werde.

In Memmingen lag die Inzidenz am Montag am sechsten Tag in Folge über 200, wie die Stadt unter Berufung auf das RKI mitteilte. Das bedeutet für die Bürger dort strenge Corona-Regeln wie geschlossene Schulen, geschlossene Geschäfte und eine nächtliche Ausgangssperre.

red