Joachim Löw rechnet fest mit einer Austragung der wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Fußball-EM in diesem Sommer.
München - „Ob das in der gewohnten Form stattfinden kann in zwölf verschiedenen Ländern, weiß ich nicht“, sagte der 60-Jährige am Sonntag in einem ARD-Interview. „Es gibt sicherlich Gedankenspiele bei der UEFA, auch einen Plan B“, sagte Löw, ohne konkrete Details zu nennen. Im Gespräch ist etwa eine Verringerung der Spielorte. Offen ist auch, ob vor Fans gespielt werden kann. Die Entscheidung, ob Zuschauer in den Stadien zugelassen werden, hatte die Europäische Fußball-Union zuletzt vom 5. März auf Anfang April verschoben.
Als Bundestrainer wünsche er sich natürlich eine Austragung des Turniers (11. Juni bis 11. Juli), bei dem die deutsche Mannschaft ihre Gruppenspiele in München bestreiten soll. Er könne aber auch die Skepsis bei Teilen der Öffentlichkeit wegen der Corona-Situation verstehen. „Ich glaube aber, dass so ein Event den Menschen auch Freude und Farbe geben kann“, sagte Löw.
Die Corona-Pandemie sieht der Bundestrainer als „emotionale Belastung für alle“ an. Er appellierte an die Menschen, weiter mit Disziplin die äußerst schwierige Situation zu meistern. „Man muss jetzt noch ein bisschen durchhalten. Die Pandemie ist ein Marathon. Es darf uns die Puste nicht ausgehen“, sagte Löw.