Letztes Update:
20210228134755

Olympia-Organisationschefin plant weiter mit Zuschauern

13:44
28.02.2021
Organisationschefin Seiko Hashimoto rechnet weiter mit der Zulassung von Zuschauern bei den Sommerspielen in Tokio. 

Tokio - „Wenn wir über die Möglichkeit von Olympia ohne Fans auf den Tribünen nachdenken, dann werden sich die Athleten ganz bestimmt wundern, warum es nur keine Fans bei Olympia und Paralympics gibt, wenn andere Wettbewerbe Zuschauer erlauben“, sagte die 56-Jährige in einem Interview mehrerer Medien am Wochenende. Hashimoto zufolge wollen Organisatoren, Internationales Olympisches Komitee und die Stadt Tokio in den nächsten Tagen über die Zuschauerfrage beraten.

„Jeder will eine frühe Entscheidung über die Richtung, damit Tickets und Übernachtungen für die Fans vorbereitet werden können“, sagte die Organisationschefin. Für das Frühjahr hatten die Gastgeber einen Beschluss angekündigt, ob Fans in den olympischen Arenen dabei sein können und ob auch ausländische Besucher zugelassen werden. Einiges deutet darauf hin, dass höchstens japanischen Zuschauern der Zugang zu den Wettkampfstätten ermöglicht wird.

Zumindest für ausländische Athleten könnte das derzeit geltende Einreiseverbot bald aufgehoben werden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News. Der Corona-Notstand in Tokio soll voraussichtlich am 7. März enden. Auch danach müssten ausländische Sportlerinnen und Sportler aber weiter mit Beschränkungen rechnen und dürften sich nur zwischen Unterkunft und Wettkampfstätte bewegen, hieß es.

Die für 2020 geplanten Olympischen Spiele in Tokio waren wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Eine erneute Verlegung würde „nie die Unterstützung der japanischen Öffentlichkeit erhalten“, sagte Hashimoto. Die Eröffnung der Spiele ist für den 23. Juli geplant.

Tschechien soll russischen Impfstoff Sputnik V bekommen

13:39
28.02.2021
Tschechien rechnet mit einer Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Er habe sich mit einer entsprechenden Anfrage an seinen russischen Kollegen Wladimir Putin gewandt, erläuterte der tschechische Präsident Milos Zeman am Samstag im Fernsehsender CNN Prima News. 

Prag - „Wenn ich richtig informiert bin, wird diesem Wunsch nachgekommen“, sagte der 76-Jährige.

Man brauche indes noch eine Zulassung für den Impfstoff, räumte Zeman ein. Ihm selbst würde nach eigener Aussage eine Genehmigung durch die tschechische Arzneimittelbehörde SUKL „vollauf genügen“.

Dem schloss sich am Sonntag in einem Interview der Zeitung „MF Dnes“ auch Ministerpräsident Andrej Babis an. Dabei hatte der Regierungschef noch vor kurzem betont, er wolle erst die Freigabe durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) abwarten.

Russland hatte Sputnik V bereits im vorigen Sommer zugelassen, obwohl bis dahin wichtige Tests noch nicht erfolgt waren. Anfang Februar wurden im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ Daten zu einer wohl hohen Wirksamkeit des Vakzins veröffentlicht. Laut russischen Angaben wurde der Impfstoff in mittlerweile mehr als 30 Ländern registriert. Ungarn hatimFebruar als bislang einziges EU-Land mit der Verabreichung des russischen Covid-19-Impfstoffes begonnen.

In Tschechien werden die Impfstoffe von Pfizer-Biontech, Moderna und Astrazeneca verwendet. Bislang wurden in dem EU-Mitgliedstaat mit 10,7 Millionen Einwohnern 644 321 Einzeldosen verabreicht. In der Bevölkerung wächst angesichts der sehr hohen Corona-Infektionszahlen die Kritik, dass die Impfkampagne zu langsam verlaufe.