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20210305215354

Impfstoff, Klima, Außenpolitik: Leyen will enge Kooperation mit Biden

19:35
05.03.2021
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den USA eine enge Zusammenarbeit bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen angeboten und Präsident Joe Biden zum Weltgesundheitsgipfel im Mai nach Rom eingeladen. 

Brüssel - Dies teilte von der Leyen am Freitagabend nach einem Telefonat mit Biden mit. „Die EU und die USA sind beide wichtige Impfstoffhersteller, und wir haben ein starkes Interesse zusammenzuarbeiten, damit globale Lieferketten gut funktionieren“, erklärte von der Leyen.

Bei dem Telefonat habe sie Biden auch für die Rückkehr der USA ins Pariser Klimaabkommen gedankt. Beide hätten vereinbart, vor der Weltklimakonferenz in Glasgow dieses Jahr zusammenzuarbeiten. In dem Zusammenhang werde der US-Klimabeauftragte John Kerry an der nächsten Sitzung des Kollegiums der EU-Kommissare teilnehmen.

Mit Blick auf die Wirtschaftspolitik unterbreitete von der Leyen dem US-Präsidenten nach eigenen Angaben ihre Idee eines Handels- und Technologierats. In der Außenpolitik sei man sich einig gewesen, als gleichgesinnte Partner für Demokratie, Stabilität und Wohlstand einzutreten. „Wir teilen den strategischen Ausblick auf Russland“, erklärte von der Leyen weiter. „Ich habe vorgeschlagen, unsere Politik und Maßnahmen vor allem mit Blick auf Osteuropa eng miteinander abzustimmen.“

WHO-Nothilfekoordinator warnt vor zu frühem Ende von Corona-Maßnahmen

17:58
05.03.2021
Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davor gewarnt, sich im Kampf gegen das Coronavirus angesichts der nun vorhandenen Impfstoffe zurückzulehnen.

Genf -  „Ich bin tief besorgt“, sagte Mike Ryan am Freitag in Genf. „Wir denken, wir hätten es hinter uns gebracht, aber das ist nicht der Fall“, warnte er. Ländern drohe eine dritte und vierte Welle von Corona-Infektionen, wenn die Menschen Vorsichtsmaßnahmen wie Maske tragen, Hände desinfizieren und Abstand halten nicht weiter beherzigten. „Ich hasse es, die Spaßbremse zu sein, aber so sehe ich es leider“, sagte Ryan.

Die Impfstoffe gäben Anlass zur Hoffnung. Das könne aber auch der Moment werden, an dem die Konzentration nachlasse, und das sei gefährlich. Weitere Öffnungsschritte dürften nur in Angriff genommen werden, wenn die Schutzkonzepte weiter eingehalten und umfangreiche Testmöglichkeiten geschaffen werden und Behörden neue Fälle sofort untersuchten und möglicherweise Infizierte isolierten. „Wenn wir das alles richtig machen, dann können wir beginnen darüber nachzudenken, wie wir die strikten Vorschriften lockern können.“