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Wenn das so ungebremst weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des April an seine Belastungsgrenzen kommt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag bei der Pressekonferenz in Berlin 11:11
26.03.2021

Spahn rechtfertigt Masken-Geschäfte: "Wir waren in einer Notlage"

11:10
26.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Interview mit dem «Spiegel» kontrovers-diskutierte Geschäfte mit Corona-Mund-Nase-Bedeckungen gerechtfertigt. Im «März letzten Jahres» habe er erkannt, dass man «mit unserer klassischen Beschaffung über die zuständigen Ämter nicht weiter» komme, sagte er in einem Gespräch mit dem Magazin (Freitag).

«Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschätzen kann», erklärte der CDU-Politiker und betonte zugleich, dass er nicht persönlich profitiert habe.

Die Beschaffung von Masken zu Beginn der Corona-Pandemie durch sein Ressort beschäftigt den Minister noch heute. Kritik gab es beispielsweise dafür, dass ein aus Spahns westfälischer Heimat stammender Logistikunternehmer damals einen großen Auftrag für den Transport aus China, Lagerung und Verteilung erhielt. «Wir waren in einer Notlage. Für mich zählte nur, dass wir gute Masken zu akzeptablen Konditionen bekommen haben, und zwar schnell», betonte Spahn.

Einige Lieferanten, die zum Teil günstigere Masken im Angebot hatten, sollen dem Spiegel-Bericht zufolge nicht zum Zug gekommen sein. «Meinen Leuten habe ich immer gesagt: Hier wird jeder gleich behandelt, auch wenn der Papst anruft», erklärte der Gesundheitsminister dazu.

(dpa)

In Frankreich könnten bald Tier- und Zahnärzte gegen Corona impfen

11:32
26.03.2021
In Frankreich könnten bald auch Tierärzte und Zahnärzte Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen. Die oberste Gesundheitsbehörde des Landes empfahl in einer Stellungnahme vom Freitag, diese und weitere Berufsgruppen in die Liste der zum Impfen Berechtigten aufzunehmen. Demnach könnten durch die Ausweitung weitere 252 000 zusätzliche Fachkräfte die Impfkampagne vorantreiben. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, muss die Empfehlung allerdings noch formell von der Regierung gebilligt werden.

Präsident Emmanuel Macron hatte vor wenigen Tagen angekündigt, auch Medizinstudierende und Medizinpersonal im Ruhestand für Impfungen mobilisieren zu wollen. Auch für diese Gruppen gab die Behörde unter bestimmten Voraussetzungen eine Empfehlung. Mit Stand Donnerstagabend hatten mehr als 7,1 Millionen Menschen in Frankreich eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das Land mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist von der Pandemie schwer getroffen. Etwa 4,4 Millionen Menschen infizierten sich nachweislich mit dem Coronavirus. Mehr als 93 000 von ihnen starben.

(dpa)

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