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Garteneinzelhandel kommt gut durch Krise

08:40
09.03.2021
Der Garteneinzelhandel in Deutschland ist gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Gartenmärkte erzielten preisbereinigt 0,9 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das Geschäft mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und Düngemitteln habe von einer Erholung nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 profitiert. Im Mai, dem traditionell umsatzstärksten Monat für Gartencenter, kletterte der Umsatz um mehr als 11 Prozent. Auch im Juni und Juli war die Nachfrage groß, es gab Umsatzzuwächse von mehr als 9 Prozent.

Für die Branche zählen die Monate März, April und Mai, wenn die Gartensaison Fahrt aufnimmt, zu den umsatzstärksten Monaten des Jahres. Der Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen und Co erzielte in diesem Zeitraum 2020 gut ein Drittel (33,4 Prozent) seines Jahresumsatzes - obwohl Geschäfte im Lockdown zeitweise geschlossen blieben.

Dieses Jahr durften Blumengeschäfte und Gartenmärkte in allen Bundesländern am Montag wieder öffnen. Mancherorts durften die Händler schon früher ihre Türen für Kunden aufmachen.

(dpa)

Eisenmann: Affäre um Politiker-Deals mit Masken demokratieschädlich

08:39
09.03.2021
Aus Sicht der CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, wirft die Affäre um fragwürdige Geschäfte mit Corona-Schutzmasken ein schlechtes Licht auf die Politik und die parlamentarische Demokratie. Das Verhalten der Unionspolitiker, die für Vermittlungen von Masken-Lieferungen sechsstellige Summen eingestrichen haben sollen, sei indiskutabel und unverständlich, sagte sie am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. Sie erwarte, dass die Einnahmen aus der persönlichen Bereicherung an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden. Zwar handele es sich um Einzelfälle. «Aber jeder Einzelfall ist einer zuviel», sagte sie vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag.

Eisenmann zeigte sich erleichtert über den Rücktritt des bisherigen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel. Es sei nun «Gott sei Dank so, dass er die Konsequenzen gezogen hat. «Er ist aus der Partei ausgetreten, er legt das Mandat nieder.»

Löbels Firma soll Provisionen von rund 250 000 Euro kassiert haben, weil sie Kaufverträge über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hat. Nach heftiger Kritik trat Löbel am Montag aus der CDU aus und zog sich auch umgehend aus dem Parlament zurück. Neben Löbel ist auch der Abgeordnete Georg Nüßlein über die Masken-Affäre gestolpert. Er trat inzwischen aus der CSU aus.

Zu Problemen mit Fernunterricht an den Schulen sagte Eisenmann, diese seien jetzt weitgehend behoben. Beim ersten Lockdown habe es für den Umgang mit der Pandemie keine Blaupause gegeben. Jetzt laufe es deutlich besser. Für Lehrkräfte ständen neun Millionen Euro für Fortbildung für digitalen Unterricht bereit.

(dpa)

Studie: Mehr Coronavirus-Infektionen bei stärkerem Pollenflug

08:38
09.03.2021
Starker Pollenflug kann einer Studie zufolge das Corona-Risiko erhöhen. Gebe es viele Pollen in der Außenluft, stiegen die Infektionszahlen, berichtet ein internationales Team unter Leitung von Forschern der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München im Fachmagazin «Proceedings of the National Academy of Sciences» («PNAS»).

An Orten ohne Lockdown-Regelungen stieg die Infektionsrate im Schnitt um vier Prozent, wenn sich die Anzahl der Pollen in der Luft um 100 pro Kubikmeter erhöhte. In manchen deutschen Städten seien im Untersuchungszeitraum zeitweise pro Tag bis zu 500 Pollen auf einen Kubikmeter gekommen – dabei stiegen die Infektionsraten um mehr als 20 Prozent.

Die Erklärung für die Beobachtung laut Forschern: Wenn Pollen fliegen, reagiert die Körperabwehr in abgeschwächter Form auf Viren der Atemwege. Der Körper produziere dann unter anderem weniger sogenannter antiviralen Interferone.

Die täglichen Infektionsraten korrelierten mit der Pollenzahl in Ländern mit und ohne Lockdown. Galten in den untersuchten Gebieten Lockdown-Regeln, halbierte sich die Zahl der Infektionen im Schnitt bei vergleichbarer Pollenkonzentration in der Luft.

Die Autoren hatten Daten zu Pollenbelastung und Sars-CoV-2-Infektionsraten aus 130 Regionen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten analysiert. Sie berücksichtigten auch demografische Faktoren und Umweltbedingungen, darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bevölkerungsdichte und die Ausprägung des Lockdowns.

(dpa)

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