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Lehrergewerkschaft fordert Wechsel- statt Präsenzunterricht in 5. und 6. Klassen

08:38
09.03.2021
Die Lehrergewerkschaft GEW hält den vom Kultusministerium geplanten Präsenzunterricht für die Klassen 5 und 6 ab kommenden Montag unter den jetzigen Bedingungen für nicht zu verantworten. GEW-Landeschefin Monika Stein erklärte am Dienstag, sie erwarte, dass die grün-schwarze Regierung bei ihrer heutigen Sitzung die Pläne von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) korrigiere. «Wir sind gespannt, ob es sich die Grünen gefallen lassen, dass Eisenmann die öffentlichen Zusagen von Kretschmann nicht einhält.» Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) habe versprochen, dass Öffnungen nur stattfinden, wenn eine klare Teststrategie vorhanden und gute Sicherheitsmaßnahmen garantiert seien. Dies sei aber nicht der Fall. «Wir brauchen zuerst weiter den Wechselunterricht», forderte Stein.

Die Gewerkschaftschefin monierte, Eisenmann habe keine landesweiten Regeln vorgegeben und nicht für kommunale Teststrategien gesorgt. Stattdessen schiebe sie die Umsetzung erneut den Schulleitungen zu. «Wenn Kretschmann dies zulässt, werden in sechs Tagen in den Schulen ganze Klassen stundenlang ohne Schutz in vollen Klassenzimmern sitzen und dadurch derzeit unkalkulierbaren Gefahren ausgesetzt. Ganze Grundschulen zu öffnen und die Klassen 5 und 6 ohne Abstand im Klassenzimmer, das funktioniert nicht», sagte Stein. Wenn Eisenmann in den letzten Wahlkampftagen die wieder steigenden Infektionszahlen und die Gefahr durch Virusmutationen ignoriere, müsse wenigstens Kretschmann für möglichst sichere Lernbedingungen sorgen.

(dpa)

Pendler verlieren wegen Corona-Krise weniger Zeit

05:46
09.03.2021
Münchner Pendler leiden weiterhin am stärksten unter Staus. Zwar verloren sie im Corona-Jahr 2020 weniger an Zeit, doch mit 65 Stunden auf Jahressicht standen sie weitaus länger im Stau als typische Pendler in allen anderen deutschen Städten. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix hervor. Dahinter folgen Berlin mit 46 Stunden, Nürnberg mit 35 und Hamburg mit 33.

Die Plätze fünf bis zehn im Stau-Ranking belegen Leipzig mit 31 Stunden, Freiburg (30), Hannover (28), Düsseldorf und Bremen (je 27) sowie Stuttgart (26). In allen untersuchten Städten in Deutschland sank der gemessene Zeitverlust gegenüber der Fahrt auf freier Straße auf typischen Pendlerstrecken - am stärksten in Frankfurt/Main und Düsseldorf, wo die Pendler jeweils 23 Stunden weniger verloren, und in München mit einem Rückgang um 22 Stunden.

Den weltweit höchsten Zeitverlust durch Staus ermittelte Inrix dieses Jahr in der rumänischen Hauptstadt Bukarest mit einem Zeitverlust von 134 Stunden. Dahinter folgt Bogota in Kolumbien mit 133 vor New York und Moskau mit je 100 Stunden. München liegt weltweit auf Rang 20.

Inrix verkauft Verkehrsanalysen und Dienstleistungen für vernetzte Autos an Verwaltungen und Unternehmen. Je größer die Stau-Probleme erscheinen, desto besser sind seine Geschäftsaussichten.

(dpa)

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