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Aldi und Lidl überrascht von Nachfrage nach Corona-Selbsttests

12:19
06.03.2021
Die Discounter Aldi und Lidl haben sich vom riesigen Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Samstag überrascht gezeigt. «Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft», teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter «in dieser Intensität doch überrascht».

Beim Konkurrenten Lidl, der die Schnelltests zunächst nur online anbot, brach zeitweise die Internetseite zusammen. «Unsere Webseite ist derzeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut», war über Stunden auf der Website zu lesen. Der Konzern aus Neckarsulm teilte auf Anfrage mit: «Aufgrund des aktuell hohen Besucheraufkommens in unserem Onlineshop sind die Zugriffe teilweise kurzzeitig eingeschränkt.» Lidl bat seine Kunden um Entschuldigung. Man arbeite dran, «den gewohnten Service schnellstmöglich und vollumfänglich wieder herzustellen».

Auch Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte.

Lidl kündigte an, «in Kürze» Corona-Schnelltests nicht mehr nur online, sondern auch in allen Filialen verkaufen zu wollen. Auch die Supermärkte von Rewe und Edeka wollen bald mit dem Verkauf beginnen. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm planen den Start für Dienstag. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

(dpa)

Spahn verteidigt Teststrategie gegen Kritik

12:18
06.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Teststrategie der Bundesregierung gegen Kritik verteidigt. «Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft», sagte Spahn am Samstag bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. «Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.»

«Die Schnelltests sind mehr als genug verfügbar», bekräftigte der Bundesgesundheitsminister. «Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will.» Die Strukturen dafür würden entstehen. «Sie werden noch nicht überall am Montag gleich vollständig da sein.» Aber viele Bundesländer und viele Kommunen hätten gesagt, dass sie am Montag damit starten können.

Zudem seien die Selbsttests, die in Drogerien, Discountern und Apotheken erhältlich sind, eine Hilfe, um private Situationen wie beispielsweise Familientreffen abzusichern, sagte Spahn. In den Ländern würden diese Tests auch in Kitas und Schulen helfen. Er habe mit fast allen Ministerpräsidenten bereits deswegen Kontakt gehabt. «Viele Länder haben auch schon entsprechend für ihre Schulen und Kitas die Dinge unter Dach und Fach.» Wo noch Unterstützung nötig sei, helfe er gerne mit als «ministerielle Kontaktbörse».

(dpa)

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