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20210306141845

Etwa 70 Menschen treffen sich im Rhein-Neckar-Kreis zum Feiern

13:12
06.03.2021
Mit Campingstühlen, Wasserpfeifen und einem Lautsprecher auf dem Autodach haben mehr als 50 Menschen in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) eine Party gefeiert und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen. Eine Streife bemerkte am Freitagabend mehrere Autos auf einem Parkplatz, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als die Beamten sich näherten, seien viele der Feiernden geflüchtet. Die Beamten räumten den Parkplatz und ließen ihn absperren. Von den Partygästen kehrten den Angaben zufolge später in der Nacht 17 zurück, schoben das Absperrgitter beiseite und setzten die Feier fort. Die Polizei schickte sie erneut nach Hause.

Im selben Landkreis, in Weinheim, hätten sich weitere etwa 20 Menschen in einer Waldhütte zum Feiern getroffen. Ein Anwohner rief die Polizei wegen des Lärms. Viele der Feiernden ergriffen ebenfalls die Flucht, als die Polizei kam. Die Teilnehmer beider Partys müssen mit einem Bußgeldern rechnen.

(dpa)

Maskengeschäfte: CDU-Spitzenkandidatin fordert Konsequenzen

12:47
06.03.2021
In der Affäre um Geschäfte von Unionsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken hat die baden-württembergische CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann ihren Parteifreund Nikolas Löbel indirekt zum Rückzug aufgefordert. «Es ist inakzeptabel, wenn sich Parlamentarier in dieser schweren Krise mit der Maskenbeschaffung bereichern», sagte Eisenmann, Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der anstehenden Landtagswahl, dem «Spiegel». «Das erschüttert das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie. Ich erwarte, dass der Betroffene den Sachverhalt aufklärt und die nötigen Konsequenzen daraus zieht.»

Der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an Geschäften mit Corona-Schutzmasken bestätigt. Löbels Firma hat demnach Provisionen in Höhe von rund 250 000 Euro kassiert, weil sie Kaufverträge über Masken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hatte.

Löbel räumte in der Sache Fehler ein und zog sich aus dem Auswärtigen Ausschuss des Bundestages zurück. Aus der Union werden nun aber Forderungen laut, Löbel müsse auch seine Kandidatur für den nächsten Bundestag so schnell wie möglich zurückzuziehen.

Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Manuel Hagel schrieb bei Twitter mit Blick auf die fragwürdigen Geschäfte: «Es beschämt mich!» Bei der Bewältigung der Corona-Krise trügen Politiker eine besondere Verantwortung. Doch: «Wer sich mit lebensnotwendigen Gütern wie Masken die eigenen Taschen vollmacht, vertritt nicht das Volk, sondern niederste Interessen.» Das Fehlverhalten Einzelner sei auch «ein Schlag ins Gesicht aller aufrichtigen Abgeordneten, Funktions- und Mandatsträger sowie Mitglieder unserer CDU».

(dpa)

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