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Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

12:18
06.03.2021
Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, «zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben», teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart auf Anfrage mit. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. «Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant», hieß es zur Begründung.

Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen. Der Chefvirologe des Universitätsklinikums Heidelberg, Hans-Georg Kräusslich, kritisiert dieses Vorgehen. «Wir sind darüber nicht glücklich, können es auch nicht wirklich nachvollziehen», sagte er der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Samstag). «Wir würden zum Beispiel auch gerne die Studierenden im klinischen Semester impfen, ebenso weitere Mitarbeiter. Jetzt müssen sich wieder alle im Impfzentrum anmelden, wo die Belastung ohnehin schon hoch ist.»

Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass das Krankenhaus-Personal mit der höchsten Priorität «bereits vollständig» geimpft sei. Dafür seien die ersten beiden Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs, die das Land erhalten habe, «nahezu komplett» an die Krankenhäuser gegangen. Es habe sich um rund 72 000 Impfdosen gehandelt.

(dpa)

Scholz fordert mehr Anstrengung bei Impfkampagne

11:19
06.03.2021
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat (SPD) hat mehr Anstrengungen bei der Corona-Impf- und Testkampagne in Deutschland gefordert. Der verfügbare Impfstoff müsse überall auch genutzt werden, sagte der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat am Samstag beim digitalen Parteitag der NRW-SPD. Überall müsse das Impfen so gut organisiert werden, dass die Impfdosen, die jetzt in großen Mengen kämen, auch genutzt würden.

Die vorab aufgezeichnete Rede von Scholz wurde in das Programm eingespielt. Scholz räumte Anfangsfehler bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen ein. Jetzt aber müssten «alle Kräfte auf die Beschaffung von so viel Impfstoff wie möglich konzentriert werden».

Die künftig verfügbaren Schnell- und Selbsttests machen laut Scholz Hoffnungen. «Wir sorgen jetzt dafür, dass wir mit dem Testen neue Möglichkeiten für Öffnungsstrategien finden.» Das gebe den Menschen Hoffnung, aus dem Lockdown herauskommen zu können, «dass wir im Sommer auch mal wieder auf einer Bierbank sitzen können, dass wir Fußball sehen können, wenn die nächste Saison beginnt».

Auf dem Parteitag des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes sollte der Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty zum neuen Parteichef gewählt werden.

(dpa)

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