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Kritiker der Corona-Maßnahmen sammeln sich

10:59
06.03.2021
Kritiker der Corona-Maßnahmen haben sich am Samstagvormittag an mehreren Orten in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Autokorsos versammelt. Ziel ist die Stadt Leipzig, wo auch mehrere Gegendemonstrationen angekündigt sind. Die Polizei hat sich auf einen einen Großeinsatz in der sächsischen Metropole vorbereitet.

In Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) kamen am Morgen zunächst rund 100 Personen zusammen, wie die Polizeidirektion Zwickau informierte. Dagegen wurde ein Korso, der in Plauen starten sollte, vom Veranstalter aus persönlichen Gründen abgesagt. Hierfür waren er Versammlungsbehörde rund 200 Teilnehmer avisiert worden.

Auch in Dresden trafen sich erste Autofahrer - dort sollte der Korso am Mittag starten. Aus Sachsen-Anhalt wollten sich drei Autokolonnen - angemeldet waren nach Angaben des dortigen Lagezentrums rund 300 Fahrzeuge - auf den Weg nach Leipzig machen, unter anderem aus Naumburg.

Die Polizei in Leipzig ist auf einen Großeinsatz vorbereitet. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften will sich den Gegnern der Corona-Regeln entgegenstellen. Der Gegenprotest hat unter anderem unter dem Motto «Querdenken ausbremsen» eine Kundgebung mit 1000 Teilnehmern auf dem Augustusplatz sowie mehrere Fahrrad- und Fahrzeugkorsos angekündigt.

(dpa)

Erstes Großkonzert in Barcelona binnen Stunden ausverkauft

10:38
06.03.2021
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie soll es in Barcelona wieder ein großes Popkonzert mit 5000 Zuschauern geben. Die Eintrittskarten für den Auftritt der spanischen Indie Popband Love of Lesbian am 27. März waren binnen Stunden ausverkauft, wie die Veranstalter auf Twitter mitteilten. «Vielen Dank für die unglaubliche Antwort auf dieses Vorhaben. Die Kultur ist sicher und jetzt mehr denn je notwendig», schrieben die Verantwortlichen beim Festivals per la Cultura Segura am Samstag.

Bei dem Konzert in der für bis zu 24 000 Gästen ausgelegten Mehrzweckhalle «Palau de Sant Jordi» müssen die Fans erstmals keinen Sicherheitsabstand mehr halten. Allerdings gelten strenge Schutzmaßnahmen.

So müssen alle, die überhaupt eine Eintrittskarte ergattert haben, am Tag des Konzerts in einem von drei speziellen Testzentren zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr einen Schnelltest machen, der negativ sein muss. Eingelassen werden nach Angaben der Veranstalter zudem nur registrierte Besucher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die ein Smartphone mit mindestens IOS 11 oder Android 7 besitzen, um ein Programm für den Corona-Schnelltest herunterladen zu können. Zudem werden die persönlichen Daten der Teilnehmer nach dem Konzert mit denen der Gesundheitsbehörden abgeglichen.

Beim Eintritt in den Palau wird die Körpertemperatur gemessen und es werden FFP2-Masken verteilt werden, die während des Konzerts zu tragen sind. Für den Zuschauerbereich, der in drei Zonen unterteilt ist, soll es je eigene Eingänge, Barbereiche und Sanitäranlagen geben. Die Zuschauer dürfen dabei nicht von ihrer Zone in eine andere wechseln. Für eine besonders starke Belüftung solle gesorgt werden, betonten die Veranstalter.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Spanien, das zeitweise sehr schwer von der Pandemie getroffen war, sinkt zurzeit. Für Katalonien gab das Gesundheitsministerium in Madrid die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag mit gut 80 an. Das ist etwas mehr als im Landesdurchschnitt, der ähnlich wie in Deutschland bei 64 liegt, aber niedriger als im freizügigen Madrid, wo dieser Wert mit 111 angegeben wird.

(dpa)

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