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20210126151800

Kitagebühren werden erstattet - Land übernimmt 80 Prozent der Kosten

15:09
26.01.2021
Land und Kommunen wollen Eltern für die Zeit des verschärften Corona-Lockdowns in den Kitas die Gebühren zurückerstatten. Das Land werde 80 Prozent der Kosten tragen, die Kommunen sollen 20 Prozent übernehmen, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Stuttgart aus Koalitionskreisen. Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung geschickt haben, haben demnach keinen Anspruch auf eine Erstattung. Der Lockdown gilt seit dem 16. Dezember. Das Land will aller Voraussicht nach Kitas und Grundschulen am kommenden Montag wieder öffnen. Bereits nach dem Frühjahrs-Lockdown hatten Land und Kommunen Elternbeiträge zurückerstattet. Die genauen Kosten waren zunächst unklar. Die Kita-Beiträge variieren von Kommune zu Kommune.

(dpa/lsw)

Merkel für globale Bereitstellung von Corona-Impfstoff

14:17
26.01.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen. Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie.

«Hier geht es um eine faire Verteilung und eben nicht nur um die Verteilung von Geld», sagte Merkel dazu am Dienstag bei ihrem Beitrag. Sie begrüßte, dass bei der internationalen Corona-Impfinitiative Covax erste Verträge abgeschlossen seien. «Wir werden natürlich alles dafür tun, dass jetzt auch schnell die Verteilung beginnen kann», sagte Merkel. «Die Frage, wer auf der Welt welchen Impfstoff wann bekommt, wird natürlich auch Verbundenheiten und neue Erinnerungen schaffen.»

Merkel betonte, dass es zwölf Monate nach Beginn der Pandemie noch nicht genug, aber sehr vielversprechende Impfstoffe gebe. Damit gebe es einen Weg aus der Pandemie - auch wenn der noch mühselig und nicht so kurz sein werde, wie es manche erhofft hätten.

Merkel beschwor die enge weltweite Zusammenarbeit der Staaten als zentral im Kampf gegen die Corona-Pandemie. «Es ist die Stunde des Multilateralismus», sagte Merkel. Sie mahnte, «dass ein Abschottungsansatz uns nicht helfen wird, die Probleme zu lösen».

Merkel kündigte verstärkte Anstrengungen bei der Entwicklungszusammenarbeit an und warb dafür, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit größerem Nachdruck zu verfolgen. «Die große Gefahr jetzt nach der Pandemie besteht darin, dass wir uns alle auf uns selbst erstmal konzentrieren», sagte Merkel bezogen auf die Industrieländer.

Die Entwicklungsanstrengungen dürften nicht vernachlässigt werden. Als deutsches und europäisches Ziel versprach Merkel: «Wir werden nicht sparen bei Entwicklungszusammenarbeit, sondern eher müssen wir hier noch eine Schippe drauflegen.»

(dpa)

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