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Pharmakonzern Johnson & Johnson trotzt Corona-Pandemie

13:20
26.01.2021
Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat sich in der Corona-Pandemie dank guter Geschäfte mit Arzneien besser geschlagen als erwartet. 2020 kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 82,6 Milliarden US-Dollar (rund 68 Mrd Euro), wie der Pharma- und Medizintechnikkonzern am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn sank zwar um rund acht Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar, Analysten hatten aber weniger auf dem Zettel.

Für 2021 peilt das Management deutliche Zuwächse beim Umsatz auf 90,5 bis 91,7 Milliarden Dollar an. Der Konzern dürfte auch mit einem Schub durch seinen Corona-Impfstoff rechnen. Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studie der Phase III würden «bald» erwartet, sagte Konzernchef Alex Gorsky laut Mitteilung.

Im Schlussquartal 2020 hatten die Amerikaner erneut von guten Geschäften in der Pharmasparte profitiert, die Erlöse zogen dort um rund 8 Prozent an. Wachstumstreiber blieben die Krebsmedikamente Darzalex und Imbruvica. Auch im Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten stiegen die Umsätze. Die Erholung in der Medizintechnik schritt weiter voran, indes blieb der Bereich leicht unter Vorjahr.

Das Management hatte wegen der Corona-Pandemie im April seine Ziele eingedampft, war dann aber von Quartal zu Quartal optimistischer geworden - auch weil es in der Medizintechnik wieder besser lief. Der Bereich hatte zunächst gelitten, da zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr in vielen Krankenhäusern weltweit planbare Operationen und andere Behandlungen verschoben worden waren. Der Konzern bietet unter anderem Operationsgeräte, Implantate und Prothesen sowie Kontaktlinsen und Augenlaser an.

(dpa)

American Express verdient deutlich weniger - Corona-Krise belastet

13:19
26.01.2021
Der US-Kreditkartenanbieter American Express hat auch zum Jahresende erheblich unter der Kaufzurückhaltung von Kunden in der Corona-Krise gelitten. In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel der Gewinn im Jahresvergleich um rund 15 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro), wie der Visa-Rivale am Dienstag in New York mitteilte. Die Erlöse sanken um 18 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Die Pandemie belaste das Geschäft weiter, sagte Vorstandschef Stephen J. Squeri. Die Zeichen stünden aber auf Erholung, zuletzt sei es schon wieder etwas besser gelaufen.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr ging der Gewinn um 54 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zurück. Die Erlöse nahmen um 20 Prozent auf 28,1 Milliarden Dollar ab. Wie die Wettbewerber Visa und Mastercard verdient American Express an Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarten, so dass sich Konsumzurückhaltung in Krisenzeiten stark bemerkbar macht. Anders als die beiden Konkurrenten vergibt American Express allerdings auch selbst die eigentlichen Kredite und muss sich deshalb mit Rückstellungen gegen Ausfälle absichern. Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an, die Aktie fiel vorbörslich zunächst deutlich.

(dpa)

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