Letztes Update:
20210209111324

Norwegen rät bis Mitte April von Reisen in alle Welt ab

10:10
09.02.2021
Den Menschen in Norwegen wird aus Corona-Sorgen auch über Ostern hinaus von Reisen außerhalb des Landes abgeraten. Das Außenministerium in Oslo hat beschlossen, seine Empfehlung gegen nicht dringend notwendige Reisen in alle Länder der Erde vorzeitig zu verlängern. Wie das Ministerium am Dienstag mitteilte, gilt der ursprünglich bis zum 1. März vorgesehene globale Reiserat nun bis zum 15. April.

In diesen Entschluss spielten verschiedene Faktoren hinein, darunter die weltweite Infektionslage, neue Maßnahmen gegen mutierte Virus-Varianten, Reisebeschränkungen und die Kapazitäten des jeweiligen Gesundheitswesens in den Ländern, hieß es aus Oslo. Ausnahmen von dem Rat gibt es nur für Länder und Regionen im Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraum mit geringen Infektionszahlen - das sind demnach lediglich Island, die Färöer-Inseln, Grönland und einige wenige Gebiete in Finnland. Diese Ausnahmen sollen von den Norwegern allerdings nicht als Aufforderung zum Reisen betrachtet werden.

Auch in umgekehrte Richtung ist die Grenze weitgehend geschlossen: Ausländische Staatsbürger können seit dem 29. Januar nicht mehr nach Norwegen einreisen, sofern sie keinen festen Wohnsitz im Land haben. Diese Maßnahme sollte nach 14 Tagen von der Regierung geprüft werden - ob sie dann verlängert wird, ist noch unklar.

Die Neuinfektionszahlen in Norwegen gehören auf die Bevölkerung heruntergerechnet seit längerem zu den niedrigsten in Europa. Doch auch in dem skandinavischen Land gelten verschiedene Beschränkungen, unter anderem als Reaktion auf lokale Corona-Ausbrüche.

(dpa)

Corona-Lehre: EU stärkt Katastrophenschutz

09:23
09.02.2021
Die Europäische Union will künftig schneller und entschlossener auf Naturkatastrophen und andere Unglücke in einem oder mehreren EU-Staaten reagieren können. Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlament einigten sich am späten Montagabend darauf, den Zivilschutz-Mechanismus zu stärken. Damit ziehen sie auch eine Lehre aus der Corona-Krise. Die Übereinkunft muss noch formell von beiden Seiten bestätigt werden.

Die Einigung stelle sicher, dass kein Hilferuf eines EU-Landes mehr ohne Antwort bleibe, sagte der Parlamentsverhandler Nikos Androulakis. Der Grieche verwies auf den Beginn der Corona-Krise, als Italien erfolglos Unterstützung durch das Programm angefragt habe. Damals seien die EU-Staaten jedoch damit beschäftigt gewesen, dass die Pandemie sie selbst bald treffen werde.

Unter anderem darf die EU-Kommission künftig unter bestimmten Bedingungen nötige Ressourcen anschaffen. In den kommenden sieben Jahren soll das Hilfsprogramm dafür mit 1,263 Milliarden Euro ausgestattet sein - drei mal so viel wie zuletzt. Ein bestimmter Anteil soll direkt in Krisenprävention gehen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen