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Kinobetreiber: Öffnung zu Ostern wäre wichtig

06:20
09.02.2021
Die Kinobetreiber in Deutschland hoffen auf eine baldige Perspektive für ihre Filmtheater. Die Häuser sind wegen der Pandemie seit rund drei Monaten wieder geschlossen. In einem Brief appellierten mehrere Filmverbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, die sich am Mittwoch erneut zu Beratungen zusammenschalten wollen.

«Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig», heißt es in dem Schreiben mehrerer Kino- und Verleihverbände.

Die Filmwirtschaft brauche - wie die gesamte Kultur - dringend ein Signal, wann es wieder losgehen könnte. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Lockerungen möglich seien, benötige der Markt «dringend Planungsparameter», fordern die Verbände.

«Wir verstehen die Notwendigkeit, Schulen und Kitas trotz aller damit verbundenen Gefahren als Erstes zu öffnen», heißt es in dem Brief. Sollten Handel und Gastronomie aber vor Kulturorten mit ihren bewährten Hygienekonzepten öffnen dürfen, sei das aus ihrer Sicht «nicht begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig».

In dem Schreiben fordern die Verbände - darunter der HDF Kino und die AG Kino - auch eine einheitliche Strategie der Bundesländer. Die Branche hat schon mehrfach einen einheitlichen Öffnungstermin für die Kinos in Deutschland gefordert, damit es sich für Verleiher auch eher lohnt, einen neuen Film anlaufen zu lassen.

(dpa)

Eisenmann pocht auf mehr Tests

05:22
09.02.2021
Mögliche Öffnungsschritte nach dem Lockdown müssen aus Sicht der CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Susanne Eisenmann, von wesentlich mehr Schnelltests begleitet werden. Die Teststrategie des Landes müsse deutlich erweitert werden, sagte Eisenmann der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «Die zweite Welle ist gebrochen, die Infektionszahlen gehen in die richtige Richtung - nämlich nach unten», sagte sie. «Für schnelle und breite Öffnungen ist es derzeit aber noch zu früh. Angesichts der Corona-Mutanten müssen wir wachsam und vorsichtig bleiben und mögliche Öffnungsschritte mit wesentlich mehr Schnelltests flankieren.»

Eisenmann und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatten sich zuletzt einen öffentlichen Schlagabtausch über die Teststrategie geliefert. Vergangene Woche hatten sie sich darauf geeinigt, Lehrern und Erziehern, die in Präsenz arbeiten, zwei Schnelltests pro Woche bis Ostern anzubieten. Mit der Aufstockung der Tests soll eine Öffnung von Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien am 22. Februar begleitet werden, wenn die Zahl der Infektionen eine Lockerung zulassen.

«Ein solches Testangebot brauchen wir aber auch für andere Berufs- und Bevölkerungsgruppen, um infizierte Personen ohne Symptome frühzeitig erkennen und in Quarantäne schicken zu können», forderte Eisenmann, die auch Kultusministerin ist. «Wir müssen testen, testen, testen.» Viele Städte, Gemeinden und Hilfsorganisationen hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, kommunale Schnelltestzentren einzurichten. «Für mich ist dies ein wichtiger Baustein, um Schritt für Schritt wieder mehr Perspektive anbieten zu können.»

(dpa/lsw)

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