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Innenministerium ruft zu Disziplin über Fastnacht auf

05:20
09.02.2021
Das Innenministerium in Baden-Württemberg hat zu Abstand und Disziplin auch während der närrischen Tage im Südwesten aufgerufen. «Angesichts der Lage kann freilich auch bei der Fastnacht kein Auge zugedrückt werden», erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Die Polizei überwache die coronabedingte Ausgangsbeschränkung. «Es gibt keine besonderen Corona-Regeln für die Fastnacht.» Man habe zwar großes Verständnis für die Narren und Närrinen, Ausnahmen bei den Kontaktbeschränkungen gebe es aber nicht. «Wenn wir die nächste Fastnacht wieder unbeschwert gemeinsam begehen möchten, dann sind in diesem Jahr Abstand und Disziplin angesagt.»

Normalerweise starten die Narren im Südwesten in dieser Woche in die heiße Phase. Als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gilt der Donnerstag, der «Schmotzige Dunschtig». Am darauffolgenden Aschermittwoch ist dann normalerweise Schluss mit lustig. Corona hat den Narren aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umzüge und Feste wurden abgesagt. Narrenzünfte feiern vielerorts dagegen online.

(dpa/lsw)

Lucha: Signale für Corona-Lockerungen wären "grundfalsch"

05:17
09.02.2021
Vor der nächsten Corona-Schalte von Bund und Ländern am Mittwoch hat sich der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha entschieden gegen eine Lockerung des Lockdowns ausgesprochen. «Es wäre grundfalsch, jetzt irgendwelche Signale zu Lockerungen auszusenden, wenn wir bei der Inzidenz nicht mal nahe der 50er-Marke sind», sagte der Grünen-Politiker den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Dienstag). Auch der sogenannte Lockdown light Anfang November sei falsch gewesen. Die Vorstellung, man könne das Virus wegtesten, lenke in die Irre, so Lucha.

Das Ziel der Politik ist es, die Zahl der Neuinfektionen landesweit auf unter 50 pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen zu drücken - nur dann seien die Gesundheitsämter in der Lage, alle Kontaktpersonen nachzuverfolgen, heißt es.

Lucha rief dazu auf, die Einschränkungen noch eine Weile zu akzeptieren: «Am Tag vor Weihnachten waren wir im Land bei einem Inzidenzwert von 204,5. Heute sind wir bei 60. Das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern die Frucht unserer gemeinsamen Anstrengungen.»

Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am Mittwoch wollen der Bund und die Bundesländer bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

(dpa/lsw)

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit drei Monaten unter 75

05:13
09.02.2021
Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100 000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 291 924 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 481 auf 62 156. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 057 300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

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