Letztes Update:
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Umfrage: 44 Prozent wollen Corona-Entscheidungen durch den Bundestag

11:24
27.01.2021
Fast jeder zweite Deutsche ist einer Umfrage zufolge dafür, dass der Bundestag über neue Corona-Regeln final entscheidet. 44,3 Prozent der Befragten einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Magazin «Business Insider» wünschten sich dies. 17,5 Prozent der Befragten gaben derweil an, dass alleine Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über neue Corona-Schutzmaßnahmen entscheiden sollte. 15,9 Prozent der Befragten sind für Corona-Entscheidungen durch die Ministerpräsidentenkonferenz, also die Beratungsrunden der Länder mit dem Bund (15,9 Prozent).

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten hatten in der vergangenen Woche beschlossen, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Die Länder müssen die Beschlüsse der Bund/Länder-Runde selbst umsetzen, zum Teil werden sie dabei angepasst.

(dpa)

Grünen-Chefin hält Baden-Württembergs Grundschulpläne für richtig

11:18
27.01.2021
Grünen-Chefin Annalena Baerbock befürwortet die Pläne für eine vorsichtige Öffnung von Grundschulen in Baden-Württemberg. Es sei richtig, sich jetzt auf die Jüngsten zu fokussieren, sagte Baerbock am Mittwoch in Berlin. Das sei auch der Vorschlag ihres Parteikollegen, des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann. Der 72-Jährige geht davon aus, dass Kitas und Grundschulen im Südwesten vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Eine Entscheidung soll an diesem Mittwoch getroffen werden.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier forderte Baerbock begleitende Maßnahmen bei Schulöffnungen: «Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung (die es mittlerweile auch als Spucktests gibt), müssen vom Bundesgesundheitsminister unverzüglich zugelassen werden, so dass diese mit der schrittweisen Öffnung der Schulen dort regelmäßig eingesetzt werden können.» Außerdem müssten genügend FFP2-Masken für Lehrkräfte zur Verfügung stehen. «Natürlich kostet das Geld, (...) aber es können nicht alle sagen, Schulen haben Priorität, aber bei den Voraussetzungen fallen sie dann jedes mal hinten runter», sagte Baerbock.

Sie schlug zudem einen «Bildungsschutzschirm» und einen bundesweiten Anspruch auf Corona-Förderung bei Lernrückständen vor. Jedes einzelne Kind müsse erreicht werden - auch diejenigen, die zu Hause nach wie vor keinen digitalen Zugang hätten, deren Eltern beim Homeschooling nicht helfen könnten oder die daran scheiterten, ihre Kinder für die Notbetreuung anzumelden. «Die Konsequenzen sind für diese Kinder fatal», schrieb Baerbock in einem Positionspapier. Grundschüler vergäßen das komplette Alphabet oder das Einmaleins, anderen breche die Tagesstruktur weg oder das Schulessen fehle.

(dpa)

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